Offene Stelle: Mitarbeiter/in im Fondsmangement und Middle Office

2019/12/06

Wir suchen ab sofort eine/einen Mitarbeiter/in im Fondsmanagement und Middle Office für eine Teilzeitbeschäftigung.

Sie finden die detaillierte Stellenausschreibung hier.

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Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

„Fette Weihnachtsgänse“ in Japan: Gaumenfreuden für Investoren

2019/11/26

Von Clemens Kustner, Harald Staudinger und Koya Tabata, ASPOMA Asset Management

Viele japanische Aktien sind unglaublich tief bewertet; eine interessante Gruppe von Unternehmen sind extrem niedrig bewertete Tochterunternehmen von größeren Unternehmen wie Hitachi oder Toshiba. Die Ankündigung Toshibas, sämtliche Aktien im Streubesitz von drei ihrer vier börsennotierten Tochtergesellschaften aufkaufen zu wollen, ließ deren Kurse massiv steigen. Wir nehmen das zum Anlass, den Investment Case für solche Unternehmen etwas genauer vorzustellen.

Eine besonders interessante Gruppe von Unternehmen in Japan sind extrem tief bewertete Tochtergesellschaften größerer Unternehmen. Die Anzahl dieser Unternehmen liegt im dreistelligen Bereich.

Die «Mütter» besitzen häufig zwischen 40% und 60% der Aktien der Tochtergesellschaften. Diese Töchter sind häufig sehr tief bewertet und stark überkapitalisiert, besitzen also enormes Finanzvermögen, welches sie nicht benötigen.

Die Logik, deren Wert zu heben, ist mehr als einleuchtend: Entweder dadurch, dass die Mutter die mit flüssigen Mitteln vollgestopfte Tochter mit einer deutlichen Prämie von der Börse nimmt. Alternativ kämpfen Finanzinvestoren wie KKR und Bain Capital darum, diese Unternehmen kaufen zu können. In beiden Fällen profitieren die Minderheitsaktionäre, da ein Übernahmeangebot mit einer Prämie gestellt werden muss.Der Artikel wird nach der Anzeige fortgesetzt.

Nachdem derartige Wertrealisierungen in Japan in der Vergangenheit undenkbar waren, werden sie seit ein bis zwei Jahren immer häufiger. Der von der Regierung Abe eingeführte Corporate Governance Code zeigt Wirkung. Investoren (v.a. Aktivisten und Private Equity Unternehmen) können nun stärkeren Druck auf die Unternehmen ausüben, effizienter und renditestärker zu werden.

Toshiba Plant Systems & Services ist eine solche fette Gans
Toshiba Plant ist ein großartiges Unternehmen. Das Anlagenbau- und Wartungsgeschäft von Toshiba ist in den letzten zehn Jahren jedes Jahr gewachsen und hat immer eine operative Marge von über 8% erzielt.

Die Bilanz von Toshiba Plant ist mit Cash und anderen frei verfügbaren finanziellen Vermögenswerten «vollgestopft».

Ein Eigenkapital von umgerechnet 1,4 Milliarden US-Dollar finanziert ein fürs operative Geschäft benötigtes Vermögen von 557 Millionen US-Dollar und frei verfügbare flüssige Mittel und Finanzanlagen von 883 Millionen US-Dollar.

Auf das operative Vermögen erzielt Toshiba Plant eine Rendite nach Steuern (!) von 22%, auf das Finanzvermögen eine Rendite nach Steuern von nur 1%. Die Rendite des Eigenkapitals nach Steuern von 9% spiegelt aufgrund der niedrigen Rendite des Finanzvermögens die Leistungsfähigkeit des operativen Geschäfts nicht annähernd wider. 

An der Börse wurde Toshiba Plant per Ende Oktober mit umgerechnet 1,9 Milliarden US-Dollar bewertet. Das entspricht einem Kurs-Buchwert-Multiplikator von 1.3x und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14.5x. 

Das Wertpotential ist unmittelbar ersichtlich 
Entnimmt man beim gegenwärtigen Kurswert das nicht benötigte Finanzvermögen, dann hat man ein Unternehmen, das mit seinem operativen Geschäft eine Rendite von 22% nach Steuern erzielt und dann mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8.5x und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von knapp 1.9x bewertet ist. 

Ein angemessener Wert für ein Unternehmen mit einem Wachstum von 4%, einer operativen Gewinnmarge von über 8% und einer Kapitalrendite von 22% (nach Steuern) ist bei weitem höher. 

Die Gans wird nun geschlachtet 
  • Bereits am 1. Oktober hatte Toshibas CEO Nobuaki Kurumatani angekündigt, die erfolgreiche Strategie von Hitachi, börsennotierte Tochtergesellschaften entweder vollständig zu übernehmen oder sie an Finanzinvestoren zu verkaufen, ebenfalls anzuwenden.
  • Am Montag (11.11.) berichtete Kyodo News unter Berufung auf eine “nicht identifizierte Person”, dass “Toshiba erwägt, seine börsennotierten Einheiten wie Toshiba Plant Systems und Nishishiba Electric (6591) in hundertprozentige Tochtergesellschaften umzuwandeln. 
  • Am Dienstag (12.11.) stiegen die Kurse von Toshiba Plant daraufhin um 17%. Die Kurse der Tochtergesellschaften Nuflare bzw. Nishishiba stiegen um 18% bzw. 29%.
  • Am Mittwoch (13.11.) kam die Bestätigung, dass Toshiba ihre drei Tochtergesellschaften vollständig übernehmen will. Die Kurse steigen nochmals um 10 bis 15%.
Durch diese Ankündigung hat nicht nur Toshiba Plant sondern auch ihr „Schwester“-Unternehmen Nulfare Technology, das wir bereits im vergangenen Jahr im Rahmen unserer Due Diligence besucht hatten, eine deutliche Neubewertung erfahren. Der Wertzuwachs bei Nuflare liegt seit Jahresanfang bei +130%. Es gibt in Japan noch eine große Anzahl von Tochterunternehmen, bei denen wir ähnliche Entwicklungen. Angesichts der tiefen Bewertungen und der großen Anzahl an überkapitalisierten Tochtergesellschaften war Toshiba Plant sicher nicht die letzte „fette“ Gans, die geschlachtet und Investoren erfreuen wird.

Guten Appetit!

Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Fette Weihnachtsgänse in Japan gaumenfreuden für Investoren” – www.e-fundresearch.com

Aktienrückkäufe in Japan steigen dreistellig

2019/11/10

Von Dr. Harald Staudinger und Koya Tabata von Aspoma Asset Management


Share Buy-Backs greifen nicht nur in den USA um sich, sondern auch in Japan ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Japanische Aktien sind unglaublich tief bewertet: “Wir sind fasziniert, wie viele Hidden Value Opportunities wir in Japan finden. Diese de facto schuldenfreien Unternehmen verfügen durchwegs über liquides Netto-Finanzvermögen – vor allem Cash – in Höhe von 30 bis 50 Prozent ihres Börsenwertes”, analysieren Staudinger und Tabata. Kein Wunder also, dass die bisher in 2019 in Japan angekündigten Aktienrückkäufe um über 160 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen.


Beispiel DeNA: Aktienrückkäufe massiv angehoben
DeNa ist ein etablierter Entwickler und Anbieter von Computerspielen für mobile Endegräte. Man entwickelt und vermarktet gemeinsam mit Nintendo beliebte Smartphone-Online-Spiele wie etwa Mario Kart Tour oder Pokémon und hält wertvolle Beteiligungen an anderen Unterhaltungsunternehmen. Im Mai hatte DeNA angekündigt, Aktien von rund 50 Milliarden Yen (ca. 420 Millionen Euro) zurückzukaufen, etwas mehr als 17 Prozent ihres aktuellen Börsenwerts und 23 Prozent der im Umlauf befindlichen Aktien. Nun ist es soweit: DeNA hat mit dem Rückkauf von Aktien begonnen. Im vergangenen Monat wurden erstmals rund 63.000 Aktien für 126 Millionen Yen (ca. eine Million Euro) zurückgekauft, bisher nur ein Bruchteil des Gesamtvolumens. ​DeNA hat bis zum Auslaufen der Frist für das Aktienrückkaufprogramm noch sechs Monate Zeit und kann zum derzeitigen Kurs noch rund 25 Millionen (!) Aktien zurückkaufen. Selbst wenn dies dem Kurs nicht zum Steigen verhelfen sollte, hat das Management sehr viel Pulver im Trockenen, um zumindest stärkere Kursrückgänge abzumildern (25 Millionen Aktien entsprechen drei vollen Wochen Handelsvolumen).


Bewertung von DeNA im Detail
“Die Bewertung von DeNA an der Börse beträgt 2,4 Milliarden Euro”, so Staudinger. “Dem steht gegenüber eine Netto-Cash Position von aktuell 800 Millionen Euro, eine Beteiligung an Nintendo im Wert von 600 Millionen Euro. Dazu kommt eine 21-prozentige Beteiligung an CyGames, einem Online-Spielentwickler, dessen Wert ebenfalls auf mindestens 600 Millionen Euro geschätzt wird.” Somit werde DeNAs operatives Geschäft nur mit rund 400 Millionen Euro bewertet, was angesichts eines jährlichen Gewinns von rund 100 Millionen Euro und eines Free Cash Flows von rund 130 Millionen Euro sehr tief erscheine.


Nur ein Beispiel von vielen interessanten Anlagemöglichkeiten in Japan
Tabata dazu: “DeNA ist eines von vielen extrem tief bewerteten Unternehmen in Japan, bei denen eine verbesserte Shareholder Value-Orientierung zu einer enormen Neubewertung aufgrund der sehr tiefen Bewertung des Kerngeschäfts, des hohen Cash Bestands in der Bilanz und des großen Aktienrückkaufsprogramms von bis zu 23 Prozent des Free Floats ​führen kann.


Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Aktienrückkäufe steigen um 164%” – www.e-fundresearch.com
“Eines von vielen extrem tief bewerteten Unternehmen in Japan” – www.dasinvestment.com
“Aktienrückkäufe in Japan steigen dreistellig” – www.institutional-money.com

Mister „Big Short“ entdeckt Japan und geht long

2019/11/04

Von Clemens Kustner, Harald Staudinger und Koya Tabata, Aspoma Asset Management



Japanische Aktien sind unglaublich tief bewertet, ein interessantes Beispiel ist TOSEI. Wir haben vergangene Woche dessen Management in Tokio getroffen und nehmen dies zum Anlass, TOSEI, das auf der Kaufliste von vielen Value Investoren steht, auch zuletzt von Mister „Big Short“, Michael Burry, etwas genauer vorzustellen. Ein Kommentar von Clemens Kustner, Harald Staudinger und Koya Tabata, Aspoma Asset Management.

Einer von immer mehr Contrarian- und Value-Investoren, die in Japan aktiv werden, ist Michael Burry. Burry wurde durch seine erfolgreiche Wette auf das Platzen der Immobilienblase in USA vor und während der weltweiten Finanzkrise reich und durch den Hollywood Streifen über das Buch von Michael Lews „The Big Short“ bekannt.

Auch jetzt ist er wieder aktiv – allerdings dieses Mal auf der Käuferseite. Seit einigen Wochen taucht sein Investmentfonds Scion Capital Management bei acht japanischen Unternehmen im Aktienregister auf. Seine größte Position dabei ist TOSEI, eines von vielen Beispielen von unglaublich tief bewerteten japanischen Unternehmen. Die Autoren haben das Management von TOSEI in der vergangenen Woche in Japan im Rahmen ihrer Due Diligence getroffen.

TOSEIs Geschäftsmodell besteht zu einem wesentlichen Teil darin, im Großraum von Tokio etwa 20 bis 30 Jahre alte Immobilien zu erwerben, diese zu renovieren und zu revitalisieren und sie dann nach 1 ½ bis 2 Jahren mit einer sehr attraktiven Marge wieder zu verkaufen; diese Nische ist sehr interessant, weil es große Nachfrage nach solchen Immobilien gibt.


Marktwert der Immobilien 70% über ihren bilanzierten Werten

Der Marktwert ihres Immobilienbestandes für den Wiederverkauf liegt deutlich über deren Buchwert in der Bilanz. Aktuell besitzt TOSEI 129 Immobilien, die in der Bilanz mit 75 Mrd. Yen ausgewiesen werden. Der derzeitige Marktwert dieser Immobilien, die in den nächsten 2 Jahren wieder verkaufen werden, liegt mit rund 130 Mrd. Yen um 70% darüber. Obwohl der Aktienkurs seit Jahresanfang schon um 60% gestiegen ist, wird das Unternehmen lediglich mit einem Aufschlag auf die Buchwerte von 10 Prozent gehandelt. Angesichts einer Eigenkapitalrendite von 14% und des hohen Marktwerts ihres Immobilienbestands ist eine deutliche höhere Bewertung für TOSEI gerechtfertigt.



Auch Private Equity Gigant Blackstone setzt auf TOSEI

Bei TOSEI ist jedoch nicht nur die Bewertung tief, TOSEI hat auch ein hervorragendes Managementteam. Im August hat Blackstone, eines der größten Private Equity Unternehmen der Welt, angekündigt, eine Milliarde US-Dollar in Logistikzentren in Japan zu investieren und TOSEI das Management dieses Portfolios übertragen. Schon jetzt managt TOSEI für Blackstone ein Portfolio an Wohnimmobilien in Japan. In Summe managet TOSEI ein Immobilienportfolio im Wert von 7,4 Mrd. US-Dollar und ist damit laut CLSA der größte Immobilienmanager in Japan.



Tiefe Bewertung trotz Rekordergebnissen

TOSEI hat gerade eben die besten Quartalsergebnisse in der Unternehmensgeschichte veröffentlicht. Obwohl das Unternehmen seit der internationalen Finanzkrise seine Umsätze verdreifachte, seine operative Marge auf 17% vervierfachte und seine operativen Gewinne versechsfachte liegt das KGV bei lediglich 8x und der Börsenwert um 15 Prozent unter dem (um nicht realisiere Gewinne berichtigten) Buchwert.

TOSEI ist nur eine von vielen interessanten Investmentchancen in Japan, denn etwa 60 Prozent der Unternehmen im Topix Index werden unter ihren bilanziellen Werten bewertet. Ähnlich wie Michael Burry werden immer mehr internationale Value Investoren, Private Equity Häuser und aktivistische Investoren in Japan aktiv. Ihre Aktienkäufe und Interaktionen mit den Unternehmen führen zu höheren Dividenden und Aktienrückkäufen (per Ende Oktober ein Anstieg von +164% im Vergleich zum Vorjahr), zu höheren Kapitalrenditen und höheren Bewertungen.


Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Mister „Big Short“ entdeckt Japan – und geht long!” – www.globalinvestor.de
“Mister „Big Short“ entdeckt Japan – und geht long!” – www.institutional-money.com
“Mister „Big Short“ entdeckt Japan – und geht long!” – www.finanzen.net

Die US-Strafzölle werden China nicht stoppen

2018/09/20

von Dr. Harald Staudinger, ASPOMA Asset Management

Die chinesische Wirtschaftsleistung (BIP) liegt in 2018 bei über USD 14‘000 Mrd. Die Nettoexporte von China nach USA liegen bei „nur“ circa USD 320 Mrd. Diese Größenrelationen zeigen, dass die US-Strafzölle die Wirtschaftsentwicklung Chinas nicht nachhaltig beeinflussen werden können. Die Aktienmarktkorrektur der vergangenen Wochen scheint überzogen. Die Fundamentaldaten zeigen jedenfalls in eine andere Richtung.

Der chinesische Aktienmarkt (MSCI China) hat seit Beginn dieses Jahres um 14% und seit Anfang Juni um ca. 20% korrigiert. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren die folgenden Faktoren:

Der wichtigste Grund ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zusätzlich belastet das „Fed Tightening“ und steigende Zinsen in den USA die Emerging Markets. Daneben haben die Abwertung des RMB gegenüber dem US-Dollar seit Juni und eine leichte Abschwächung des Wachstums in den ersten Quartalen nach einem überdurchschnittlich starken Wachstum im Jahr 2017 ebenfalls eine Rolle gespielt.

Der Markt hat übertrieben reagiert
Aus fundamentaler Sicht ist diese starke Marktreaktion nicht gerechtfertigt. Vielmehr hat sich der Markt, anders als in vergleichbaren Situationen, deutlichen von den Fundamentaldaten wegbewegt. Auch wenn das Verhalten der USA im Handelskonflikt den Markt kurzfristig weiter verunsichern kann, ist China auf dem jetzigen Niveau im historischen Vergleich und im Vergleich zu anderen Märkten tief bewertet.

Diese Einschätzung ist auf die folgenden Daten gestützt:

1. Der Handelskonflikt hat nur marginal Auswirkungen auf China; die negativen Folgen werden massiv überschätzt.
Die „schlechte Nachricht“ ist, dass es beim Handelskonflikt zwischen den USA und China nicht (nur) um Handelsthemen geht, sondern letztlich um geopolitische und geo-ökonomische Fragen; entsprechend schwierig kann deshalb eine Einigung sein. Als Investor sollte man sich deshalb den „Worst Case“ ansehen!
Die „gute Nachricht“ ist, dass China eine riesige Binnenwirtschaft ist, die Nettoexporte machen nur 3% des Bruttosozialprodukts aus.
Außerdem: Der Anteil der Exporte Chinas, die in die USA gehen, sinkt kontinuierlich; mittlerweile ist das Exportvolumen mit dem benachbarten asiatischen Raum mehr als zweimal so groß wie mit den USA.
Die negativsten Schätzungen von Ökonomen gehen von einem Rückgang des Wachstums in China von 0,5% aus (2018 liegt das reale Wirtschaftswachstum bei ca. 6,5%).

2. Die chinesische Regierung reagiert proaktiv auf die negativen Auswirkungen.
Die chinesische Regierung hat bereits im April begonnen, durch gezielte Maßnahmen die Wirtschaft zu stützen. Zentrale Maßnahmen sind: 1) Steuersenkungen, um die Investitionskraft kleiner und mittlerer Unternehmen zu stärken. 2) Versorgung des Marktes mit Liquidität durch die Senkung der Mindestreservesätze. 3) Abwertung des RMB gegenüber dem US-Dollar. 4) Lockerungen bei der Genehmigung von Infrastrukturinvestitionen. 5) Anreize für Banken, die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen zu steigern.

Wesentlich ist, dass anders als bei früheren Stützungsmaßnahmen nicht ein-fach Geld ins System gepumpt wird, sondern die Gelder für strukturelle Verbesserungen eingesetzt werden – statt zu Kapazitätserweiterungen werden die Unternehmen beispielsweise zu Investitionen in die Automatisierung ihrer Anlagen ermutigt.
Die chinesische Zentralbank hat wie bereits erwähnt vermutlich gezielt eine Abwertung des RMB gegenüber dem US Dollar von rund 5% herbeigeführt, was die Zölle zu einem wesentlichen Teil kompensiert.
Ökonomen erwarten ein Wirtschaftswachstum von real 6,5% in 2018 für China; manche erwarten für das zweite Halbjahr sogar eine leichte Beschleunigung des Wachstums bzw. haben ihre Wachstumsannahmen nach oben revidiert. Das nominale Wirtschaftswachstum wird in 2018 bei ca. 10% liegen, was ein äußerst attraktives Umfeld für Unternehmen bietet, die Gewinne weiter deutlich zu steigern.

3. Die Marktreaktion – negative Kursentwicklung trotz stimulierender Geld- und Fiskalpolitik – ist im historischen Vergleich atypisch:

Verglichen damit, dass der Aktienmarkt in der Regel auf monetäre und fiskalische Lockerungen deutlich positiv reagiert hatte, ist die Entwicklung der letzten Monate sehr ungewöhnlich.
Dass der Markt von fundamental gerechtfertigten Niveaus stark abgewichen ist, zeigt sich auch daran, dass die Unternehmen in einer äußerst robusten Verfassung sind: Im ersten Halbjahr 2018 sind die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um 23% gewachsen; für die Jahre 2019 und 2020 wird für den MSCI China ein Gewinnwachstum von 16% bzw. 14% erwartet; Strukturbereinigungen auf der Angebotsseite und das Investitionsverhalten der Unternehmen sorgen dafür, dass sich die Kapazitätsauslastungen schrittweise verbessern; gleichzeitig bauen die Unternehmen ihre Verschuldung ab und stärken ihre Bilanzen.
Die leichte Wachstumsabschwächung, die in den letzten Quartalen zu sehen war, ist ausschließlich auf einen Rückgang der staatlichen Investitionen zurückzuführen, was grundsätzlich positiv ist und notfalls auch Spielraum zum Gegensteuern bietet. Die Regierung hat begonnen, diesen Spielraum vorsichtig zu nutzen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.

In Summe ist zu erwarten, dass sich die extremen Risikoprämien im Markt normalisieren und der Markt zu durch die Fundamentaldaten gerechtfertigte Niveaus zurückfindet (Bewertungsniveaus derzeit rund eine Standardabweichung unter dem langjährigen Mittel).

Zusammenfassung
Auch wenn der Handelskrieg von US-Präsident Trump ganz klar das Sentiment und die Risikoprämie negativ beeinflusst, ist es doch wichtig, die fundamentalen Fakten zu beachten. Die gesamten chinesischen Nettoexporte in die USA von circa 300 Mrd. USD stehen einer gesamten Volkswirtschaftsleistung von China von 14.000 Mrd. USD im Jahr 2018 gegenüber. Es sind also nur etwas mehr als 2%, über die Trump hier einen direkten Einfluss ausüben kann.
Wir bei ASPOMA sind fokussiert auf chinesische Unternehmen, die ihre Güter und Dienstleistungen an chinesische Konsumenten verkaufen, den bei weitem größten und am stärksten wachsenden Teil der chinesischen Wirtschaft. Die Auswirkungen des Handelskonflikts auf das Gewinnwachstum dieser Unternehmen sollten gering ausfallen.
 
Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:

“US-Strafzölle werden China nicht stoppen” – www.dasinvestement.com
“Die US-Strafzölle werden China nicht stoppen” – www.fondsprofessionell.de
“Wie sich der Handelsstreit auf chinesische Aktien auswirkt” – www.globalinvestor.de
“Warum die US-Strafzölle China nicht stoppen werden” – www.e-fundresearch.com

Aktienmarkt Japan: Morgenröte im Land der aufgehenden Sonne

Von Gerd Häcker, geschäftsführender Gesellschafter der steinbeis & häcker vermögensverwaltung GmbH in Kooperation mit Dr. Harald Staudinger von ASPOMA Asset Management

Japanische Aktien wiesen, wie die meisten Aktienmärkte der entwickelten Länder, im Jahresverlauf teils deutliche Kursverluste auf. Ausländische Investoren haben seit Jahresbeginn fast 30 Milliarden Euro abgezogen. Das geht Citywire zufolge aus Daten der Japan Exchange Group Inc. hervor. Diese starken Abflüsse bedeuten den größten bisher jährlichen Verkauf seit 1987 – dem Jahr des berüchtigten Black Monday an der US-Börse; und sie wirken sich natürlich auch auf die Performance des Topix aus. Dieser verlor seit Jahresstart zwischenzeitlich fast 10 Prozent an Wert.

Japans grundsätzliche Attraktivität als Anlageregion

Japan gilt als einer der Hauptprofiteure der wirtschaftlichen Stärke Asiens (Chinas) sowie der wichtigen Zukunftstrends wie z.B. Digitalisierung, Elektromobilität oder auch Automatisierung. Japanische Unternehmen verfügen jeweils über die zugrundeliegenden Kerntechnologien. Der stete Wandel der Unternehmenskultur führt zu mehr Shareholder Value-Orientierung und damit einhergehend zu einer Neubewertung. Bessere Kapitaleffizienz, Abbau von Überkreuzbeteiligungen, steigende Aktienrückkäufe und Dividendenausschüttungen vervollständigen das konstruktive Gesamtbild. Zudem beschleunigen „unfreundliche“ Übernahmen, Aktivitäten von Private Equity – Fonds und aktivistische Investoren diese Entwicklung zusätzlich. Niedrige Bewertungen, trotz steigender Margen und Eigenkapitalrenditen, machen Japan zum günstigsten „Developed Market“, obwohl sich die Profitabilität auf westlichem Niveau bewegt. Etwaige Bilanzrisiken fallen demgegenüber zugleich deutlich geringer aus. Nicht zuletzt besteht eine günstige Angebots-/Nachfragesituation bei japanischen Aktien aufgrund von Aktienrückkäufen der Unternehmen, steigenden Aktienquoten der Pensionsfonds, Aktien-ETF Käufen der Notenbank und einer derzeit weitgehenden Untergewichtung ausländischer Investoren.

Gegenwärtige Situation und Ausblick

Es kann freilich nicht ausgeschlossen werden, dass es kurz- bis mittelfristig durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China weiterhin zu Verunsicherung und stärkeren Schwankungen kommen könnte. Die Auswirkungen auf die fundamentale Entwicklung der japanischen Unternehmen sollten sich jedoch in geringem Umfang bewegen. Würde der Zugang zum chinesischen Markt für amerikanische Unternehmen erschwert werden, könnten japanische Unternehmen sogar profitieren. Der breite gesellschaftliche und politische Konsens in Japan, die derzeitige Reformpolitik mittels einer lockeren Geldpolitik voranzutreiben, ist ein wesentlicher Unterschied zu den Rahmenbedingungen einerseits in den USA, in der die Gesellschaft tief gespalten ist und andererseits in Europa, wo die politische Stabilität (Brexit, Italien) zuletzt deutlich abgenommen hat. Hinzu kommt, dass die Bank of Japan (BOJ) auf Sicht der nächsten Jahre weiterhin eine extrem expansive Geldpolitik verfolgen wird. Das wirtschaftliche Umfeld in Japan mit steigenden Realeinkommen, starkem Exportwachstum und konservativen Gewinnschätzungen unterstützt eine positive Einschätzung für japanische Aktien. Es gibt global keinen anderen Kapitalmarkt mit einer so großen Anzahl an qualitativ hochwertigen Unternehmen und zugleich ausgesprochen niedrigen Bewertungen.

Zukunftsorientierte Geschäftsmodelle

In Japan sind eine große Zahl an Unternehmen mit exzellenten und zukunftsorientierten Geschäftsmodellen beheimatet, so z.B. global führende Anbieter im Bereich der Robotik und Industrieautomation. Wir haben es in diesem Segment mit einem zyklischen Wachstumsmarkt zu tun, der uns noch viele Jahre begleiten wird. Die extrem breite Kundenbasis erleichtert unserem Top Pick den Zugang zum Vertrieb ihrer Produkte. Dieses schuldenfreie Unternehmen hat in Zukunft die finanzielle Kraft bei Forschung und Entwicklung eine führende Rolle einzunehmen. Ein Beispiel ist die Entwicklung kollaborativer Roboter, die erstmals Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten. Aktienrückkäufe und höhere Dividenden sind ebenfalls eine gute Möglichkeit den Wünschen der Aktionäre auch in Zukunft gerecht zu werden. Besonders positiv macht sich zudem die laufende Automatisierungswelle in China bemerkbar. Man spricht hier von Wachstumsraten von knapp 10% p.a.. Des Weiteren beurteilen wir Geschäftsmodelle aus dem Bereich „Humanoide Roboter“ positiv, wie auch Qualitätsführer im Bereich elektronischer Komponenten.

Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Morgenröte im Land der aufgehenden Sonne” – www.wallstreet-online.de
“Morgenröte im Land der aufgehenden Sonne” – www.finanzwelt.de
“Was Japan-Investments aktuell so reizvoll macht” – www.dasinvestment.com

ASPOMA baut Präsenz in China weiter aus!

2018/04/12

ASPOMA Asset Management und Shanghai LangSheng Investment unterzeichneten im Rahmen des offiziellen Besuchs von Österreichs Bundespräsident Van der Bellen am 8. April in Peking eine Kooperationsvereinbarung im Beisein des österreichischen Bundeskanzlers und Bundespräsidenten sowie hochrangiger Vertreter der chinesischen Regierung.

Asien ist global die dynamischste Region und China als zweitgrösste Volkswirtschaft weltweit eines der Gravitationszentren Asiens.

Aus diesem Grund verstärkt ASPOMA sein Profil als der führende Asienexperte im deutschsprachigen Raum durch eine strategische Kooperation mit Shanghai LangSheng Investment, einem führenden Private Equity Unternehmen in China mit Sitz in Shanghai. LangSheng Investment ist spezialisiert auf die Bereiche E-Commerce, Big Data, Gesundheitswesen und Dienstleistungen, die auch bei ASPOMA einen Schwerpunkt bilden.

Die Kooperationsvereinbarung umfasst eine enge Zusammenarbeit der beiden Investmentfirmen bei der Identifikation, Prüfung (Due Diligence) und Bewertung von Investmentopportunitäten. Für ASPOMA und ASPOMAs Kunden bedeutet diese Kooperation einen noch besseren Zugang in China zu Unternehmen und Unternehmern, Sektorexperten und Regierungsvertretern.

Die Vereinbarung wurde im Beisein des österreichischen Bundespräsidenten Van der Bellen, des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz und hochrangiger Vertreter der chinesischen Regierung in Peking unterzeichnet.


Bild 1: Harald Staudinger von ASPOMA und Herr Ping Fan (Shanghai LangSheng Investment) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Beisein von Vertretern der österreichischen und chinesischen Regierung


Bild 2: Bundeskanzler Sebastian Kurz gratuliert ASPOMA und LangSheng zur Zusammenarbeit


Bild 3: LI Xiaosi, der chinesische Botschafter in Österreich, wünscht ASPOMA und LangShen viel Erfolg bei der Zusammenarbeit

Auch in den chinesischen staatlichen und privaten Medien wurde darüber berichtet (Video von 1:10 bis 2:20 min): Link zur Einstiegsseite des TV-Beitrags



Shanghai Langsheng Investment ist eine private und unabhängige Investmentgesellschaft. Sie gehört in China zu den führenden Investoren im den Bereichen Life Science, Big Data und Konsum. LangSheng unterstützt und finanziert den Aufbau von Unternehmen der nächsten Generation. Link zur Homepage von LangSheng

ASPOMA ist ein auf Asien spezialisierter Asset Manager mit der Zielsetzung, gemeinsam mit den Kunden optimale Investmentlösungen für diese Region zu entwickeln. ASPOMA hat eine langjährige relevante Erfahrung auf Partnerebene in allen Bereich des Portfoliomanagements und der Unternehmensanalyse mit einer breit abgestützten Asienexpertise.

Der Artikel “ASPOMA baut Präsenz in China weiter aus” ist hier auch als druckbare PDF-Version verfügbar.

Bei weiteren Fragen sind wir gerne für Sie verfügbar.

Schlägt jetzt die Stunde Japans? Nippon is back!

2018/01/23

Japanische Aktien haben in den vergangenen 5 Jahren US Aktien um 22% und europäische Aktien sogar um 72% übertroffen. Es gibt viele Gründe, warum Japan auch in den nächsten Jahren die bessere Alternative sein wird.

In der Analyse gehen wir auf die Gründe näher ein.

 

Schlägt jetzt die Stunde Japans? (PDF, 650 KB)
 

 

Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Schlägt jetzt die Stunde Japans? Nippon is back!” – www.e-fundresearch.com
“Japan ist in den nächsten Jahren die bessere Alternative” – www.dasinvestment.com
“Nippon is back!” – www.globalinvestor.de

Warum die Wahlen in Japan Anleger kalt lassen

2017/10/12

Japans Krieg gegen die Barreserven hilft den Aktionären:

Die bevorstehende Unterhauswahl in Japan beunruhigt die Anleger in keinster Weise. Der Markt scheint stabil. Doch wieso bleiben die Kurse auf den Inseln so ruhig?

Ein Artikel auf faz.net geht dem nach: Hier geht es zum Artikel.

Chinesische Inlandsaktien werden in MSCI Indizes aufgenommen

2017/06/28

Der Indexanbieter MSCI hat letzte Woche bekanntgegeben, 222 große chinesische „Festlandaktien“ (A-Shares) in den MSCI China Index und den MSCI Emerging Markets Index aufzunehmen. Mittelfristig könnten rund 450 größere und mittlere Unternehmen folgen.
 
MSCI rechnet damit, dass in einem ersten Schritt dem Inlandsmarkt rund 18 Milliarden US-Dollar zufließen werden, bei einer vollen Berücksichtigung chinesischer Inlandsaktien könnten dies bis zu 340 Milliarden US-Dollar sein!
 
Für internationale Investoren wirft diese Entscheidung die Frage auf, ob sie in China nicht attraktive Renditechancen verpassen. Denn viele Investoren sind nach einer mehrjährigen Seitwärtsbewegung stark untergewichtet, und dies obwohl chinesische Aktien dieses Jahr bereits eine Rendite von rund +23% erzielt haben (MSCI China) und der Markt zu einem der billigsten Märkte weltweit gehört – das Kurs-Gewinn-Verhältnis bzw. das Preis-Buch-Verhältnis für 2017E liegen für den MSCI China bei von 13,6x bzw. 1,66x, bei amerikanischen Aktien (S&P 500) beträgt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bzw. der Preis-Buch-Verhältnis dagegen 18,77x bzw. 2,98x. Darüber hinaus macht China durch politische und strukturelle Reformen auf sich aufmerksam. Gleichzeitig ist China bereits heute die zweitgrößte Volkswirtschaft und wird auf absehbare Zeit die Entwicklungen in Asien dominieren.
 
Für die chinesische Regierung, die umfassende angebotsseitige Reformen und eine schrittweise Liberalisierung des Kapitalmarkts anstrebt, ist die Einbeziehung chinesischer Inlandsaktien in internationale Aktienindizes ein herausragender Erfolg.
 
Der ASPOMA China Opportunities Fund bietet die Möglichkeit, in Sektoren und Unternehmen zu investieren, die von den zukünftigen Schwerpunkten Chinas überdurchschnittlich profitieren und Aspekte wie Dienstleistungen, Konsum, Gesundheit, Modern Manufacturing, Automatisierung und „Green Economy“ abdecken.
 
Details zur MSCI Berücksichtigung:

  • Einbezogene Aktien: Zunächst 220 große Festlandsunternehmen; mittelfristig könnten weitere rund 450 größere und mittlere Unternehmen hinzukommen.
    Implementierung: die ersten zwei Schritte wurden mit Mai und August 2018 fixiert. Weitere werden folgen.
  • Indexgewichtung von Festlandaktien: 2,5% des MSCI China Index bzw. 0,7% des MSCI Emerging Markets Index. Bereits heute machen China-bezogene Aktien 27% des Index für Schwellenländer aus. Bei voller Berücksichtigung der Marktkapitalisierung Chinas wird der Anteil am MSCI Emerging Markets Index in den nächsten Jahren auf über 40% steigen.
  • Erwarteter Mittelzufluss: Rund 17-18 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018. Mittelfristig bis zu 340 Milliarden US-Dollar.
  • Politische Bedeutung: Anerkennung Chinas Bemühungen, seine Kapitalmärkte zu öffnen und ihre Transparenz und Regulierung zu verbessern. Vor wenigen Wochen wurde auch eine Öffnung der Anleihemärkte angekündigt (Bond-Connect). Bereits im Oktober des vergangenen Jahres wurde die chinesische Währung Renminbi offiziell in den Währungskorb des IWF aufgenommen.
  • Implikationen für Investoren: Investoren können Chinas Wachstum und die Größe des chinesischen Kapitalmarkts (#2 weltweit nach den USA) bei Anlageentscheidungen nicht ausblenden.

Automatisierung – wo steht China?

2017/06/20

Die Wachstumsraten im Bereich Automatisierung in China sind hoch, das Volumen ist jedoch noch gering, insbesondere relativ zur Größe des Landes – das aber bedeutet „viel Potential für die Zukunft“.

 

Automatisierung – wo steht China? (PDF, 600 KB)

 

 

Dieser Artikel wurde auch als Gastkommentar veröffentlicht:
“Diese Chancen bietet die Automatisierung in China” – www.dasinvestment.com
“Chinas Automatisierung nach Plan” – www.finanzen.net
“Automatisierung – Wo steht China?” – www.globalinvestor.de

E-Autos: Wer baut das Auto von morgen?

2017/03/19

China rast bei der Elektromobilität allen davon und befindet sich auf dem besten Weg zur globalen Marktführerschaft. Deutschland muss auf diesem Gebiet stark aufholen. Ein Gastbeitrag.

Link zu FAZ Artikel: E-Autos: Wer baut das Auto von morgen?

Das neue China – Was Investoren nicht übersehen sollten

2017/02/22

Chinesische Aktien haben in den vergangenen zwölf Monaten ein deutliches Lebenszeichen von sich gegeben. Während europäische Aktien (EuroStoxx) in diesem Zeitraum bei lediglich +11% liegen, steigt der MSCI China Index um 23%. Seit Jahresanfang 2017 sehen wir ein ähnliches Bild: Chinesische Aktien stiegen bisher 6,9%, der EuroStoxx Index liegt bei -1,0%. Das Interesse am chinesischen Aktienmarkt ist zurückgekehrt.

Wir haben in den vergangenen Monaten eine Reihe von Kolumnen über interessante Anlagemöglichkeiten am chinesischen Aktienmarkt publiziert und eine Auswahl hier nochmals zusammengestellt. Diese beschäftigen sich u.a. mit unserer Anlagephilosophie, warum in China eine deutlich andere Portfoliostruktur als jene der gängigen Indizes notwendig ist und beleuchten neben der chinesischen Seidenstraßeninitiative jene Bereiche, auf die sich internationale Investoren bei Ihren Chinainvestments konzentrieren sollten: E-Commerce, Technologie, Gesundheitswesen sowie Dienstleistungen.

Das neue China – Was Investoren nicht übersehen sollten (PDF, 800 KB)

Chinas genialer Plan: Die Neue Seidenstraße!

2016/12/27

Von Harald Staudinger

„One Belt, One Road“: So heißt der brillante Plan, mit dem China den eurasischen Wirtschaftsraum erschließen will – zum eigenen Nutzen, aber auch zum Nutzen der Länder entlang dieser neuen Seidenstraße, die China näher an Westeuropa heranrücken soll. Nach unserer Einschätzung zeigen die bereitgestellten Mittel deutlich, dass es China sehr ernst ist mit dem Ausbau der gigantischen Infrastruktur zwischen Peking, Moskau und Venedig. Für Finanzinvestoren bietet das junge Projekt viele Chancen – in China und Europa!

Vor Kurzem hatte ich Gelegenheit, mir mit einer österreichischen Wirtschaftsdelegation einen Eindruck über die Dimensionen der Seidenstraße-Initiative zu verschaffen. Diese „Silk Road Exploration Tour“ führte uns von Peking, Xi’an und Urumqi über Khorgos an der kasachischen Grenze bis nach Almaty, dem wirtschaftlichen Zentrum Kasachstans. Ziel war es zu ergründen, wie europäische Investoren und Unternehmen von der „One Belt, One Road“-Initiative (OBOR) profitieren können.

Karte der neuen Seidenstraße

Karte der neuen Seidenstraße



Gigantische finanzielle Mittel für die neue Seidenstraße
Für uns bei ASPOMA Asset Management steht inzwischen außer Frage, dass das Projekt vielen Ländern und Unternehmen in China, Zentralasien und Europa enorme Vorteile bescheren wird. Das zeigen schon die finanziellen Dimensionen: Der „Silk Road Fund“, ein chinesischer Staatsfonds, verfügt derzeit über 40 Milliarden US-Dollar an eigenen Mitteln. Die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB), der 45 Mitglieder aus Asien und Europa angehören, hat 100 Milliarden Dollar zur Verfügung, die über den Kredithebel wirken können wie eine ganze Billion. China hat mit rund 30 Prozent den größten Anteil an der AIIB. Last but not least sind die China Development Bank, die Bank of China sowie ICBC involviert – alles Institute, die das Jahrhundert-Projekt dank Pekings politischem Einfluss unterstützen werden.

So bedeutend wie der Fall des Eisernen Vorhangs
„One Belt, One Road“ ist in seinen Dimensionen eigentlich nur mit dem Fall des Eisernen Vorhangs in Europa vergleichbar. So waren die Grenzen zwischen China und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion bis vor Kurzem noch komplett geschlossen. Die Öffnung der Länder entlang der Seidenstraße für Handel und Investitionen mittels Freihandelszonen wird dort spürbaren Wohlstand und zusätzliche Nachfrage für die Weltwirtschaft schaffen. Zudem gelingt es China, ein drängendes Problem zu lösen: Das Land kann durch den Aufbau der Infrastruktur in anderen Ländern einen wesentlichen Teil seiner eigenen Überkapazitäten exportieren. So dürften viele Aufträge für den Bau von Schienenwegen und Straßen sowie die Errichtung von Netzen für die Energieversorgung und Telekommunikation an chinesische Unternehmen gehen. Profitieren sollten aber auch Industrieunternehmen aus Asien und Europa, deren hoch spezialisierte Produkte für ein solches Infrastruktur-Mammutprojekt unverzichtbar sind.

Die neuen Seidenstraße

Die neuen Eisenbahn-Seidenstraße



Leichterer und schnellerer Handel
Unterm Strich wird OBOR den asiatisch-europäischen Handel nicht nur erleichtern, es wird ihn auch deutlich beschleunigen. So entsteht an der Grenze zwischen Westchina und Kasachstan in Khorgos derzeit ein gigantischer Dry Port, wo die Eisenbahn-Container wegen der unterschiedlichen Spurbreiten von der chinesischen auf die kasachische Bahn umgeladen werden. Dadurch gelangen Waren nun auch auf dem Schienenweg von China nach Europa – und zwar bald innerhalb von 10 Tagen. Das ist zum einen deutlich schneller als per Schiff (40 Tage), womit bislang schwere und sperrige Güter transportiert werden. Zum anderen ist dies nur unwesentlich langsamer als mit dem Flugzeug (5 Tage), aber bei weitem günstiger. Asien und Europa kommen sich dadurch sehr nahe, die Wettbewerbsposition europäischer und chinesischer Unternehmen verändert sich damit deutlich.

„One Belt, One Road“ – das Beste kommt noch!
Aus Sicht von Finanzinvestoren dürfte die beste Nachricht jedoch sein, dass das Projekt uns über viele Jahre beschäftigen wird, aber derzeit noch in den Kinderschuhen steckt. So wurden die Asian Infrastructure Investment Bank und der Silk Road Fund erst in den vergangenen zwei Jahren gegründet. Der Großteil des milliardenschweren Investitionsvolumens wird daher erst in den nächsten Jahren als Aufträge an die Unternehmen vergeben werden, was Anlegern genug Zeit lässt, um sich zu positionieren. Wir bei ASPOMA Asset Management analysieren im Detail, welche Unternehmen in China und Europa zu den Gewinnern und Verlierern des Ausbaus der neuen Seidenstraße zählen werden.

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Mehr zur neuen Seidenstraße in einem Artikel der FAZ: Handelswege der Zukunft – Chinas Neue Seidenstraße

Chinas Börse: Vor der nächsten Kursexplosion?

2016/12/01

Von Clemens Kustner

China im November 2016: Neben erfreulichen Konjunkturzahlen und günstig bewerteten Aktien gibt es jetzt einen weiteren Grund für Anleger, sich im Reich der Mitte umzusehen. In Kürze dürfen Millionen von Chinesen Aktien kaufen, die an der Hongkonger Börse gelistet sind. Viele Titel dort werden mit satten Abschlägen gegenüber den Festlandsbörsen gehandelt – ein ideales Umfeld für spürbar steigende Kurse!

Festlands-Chinesen handeln Aktien an den Börsen in Shanghai und Shenzhen, während ausländische Investoren vor allem an der Hongkonger Börse aktiv sind. Die dort gehandelten H-Aktien sind in den meisten Fällen günstiger bewertet als Titel, die an den Festlandsbörsen gelistet sind. Versuche, die Börse in Hong Kong mit den Börsen auf dem Festland zu verbinden, gab es schon früher. Doch nun kommt die Öffnung der Börse in Hong Kong für chinesische Investoren richtig in Gang: Zwischen Hongkong und Shanghai besteht bereits seit 2014 ein sogenannter Connect. Damit konnten Festlands-Chinesen erstmals relativ frei an der Börse der früheren britischen Kolonie Aktien kaufen, die auf dem Festland nicht gehandelt werden oder in Hongkong eine günstigere Bewertung haben. Jetzt kommt die Verbindung zwischen Hong Kong und Shenzhen dazu.

Chinesen sind scharf auf Small Caps
Parallel zu diesem weiteren Connect zwischen den Börsen auf dem Festland und Hongkong werden fortlaufend technische und administrative Hürden abgebaut. Die Politik will so den chinesischen Kapitalmarkt Stück für Stück vereinheitlichen. Ziel ist, dass der Aktienhandel nicht nur die bisherige „Kapitalmarktgrenze“ zwischen Hong Kong und China überschreitet, sondern sich erheblich ausweitet. Erneut wird damit viel Geld vom Festland in Aktien fließen, die in Hongkong gelistet sind. Aus Sicht der Festlands-Chinesen besonders attraktiv: In Hongkong werden mehr als 80 Mid- und Small Cap-Aktien gehandelt, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Dazu gehört etwa Brilliance Automotive, ein Unternehmen, das mit BMW seit 2003 ein Joint-Venture betreibt.

In Hongkong kosten Aktien die Hälfte
Aus westlicher Sicht interessant sind vor allem die Bewertungsunterschiede an den beiden Börsen. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aller Aktien für die kommenden zwölf Monate an der Börse Shenzhen beläuft sich auf 22,5; in Hongkong liegt dieses KGV jedoch nur bei 11,6. Wenn nun der Connect zwischen den Börsen in Shenzhen und Hongkong Wirklichkeit wird, werden sich die auseinander klaffenden Bewertungen annähern – vermutlich indem das KGV in Shenzhen sinkt, während es in Hongkong (deutlich) steigt.

Gute Chancen dank krasser Unterschiede
Welche Chancen sich durch die bessere Handelbarkeit der Aktien ergeben können, lässt sich am besten mit Unternehmen illustrieren, deren Aktien auf dem Festland sowie in Hongkong gelistet sind. So werden die Aktien von Air China und Petrochina in Hongkong mit einem Abschlag von 30 bzw. 40 Prozent gegenüber dem Festland gehandelt – dort zahlen die Anleger also das Eineinhalbfache und mehr als in der früheren britischen Kronkolonie. Ausgeprägter noch sind die Abschläge bei Guangzhou Auto und Yanzhou Coal, die in Hongkong nur 40 Prozent bzw. 33 Prozent dessen kosten, was die Festländer derzeit zahlen.

Unsere Strategie setzt auf Mid Caps
Anleger aus dem Westen müssen sich natürlich nicht auf diese großen Namen beschränken. In unserer China-Strategie setzen wir auf Unternehmen mit hervorragenden Wachstumsaussichten und attraktiven Bewertungen, insbesondere aus dem Mid-Cap-Bereich. Dass nun bald (viel) Geld vom Festland in diese in Hongkong notierten Aktien fließen wird, macht diesen Herbst zu einem guten Zeitpunkt für Investitionen in China – insbesondere in die von uns favorisierten wachstumsträchtigen Mid Caps.

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Die Chinesen und das Internet – eine Love-Story!

2016/10/28

Von Clemens Kustner

Wer wissen will, wie wir künftig einkaufen, lernen und unser soziales Leben organisieren werden, sollte nach China schauen. Nirgendwo sonst ist der Trend zur Digitalisierung stärker als dort, nirgendwo sonst lassen sich die Menschen vorbehaltloser darauf ein. Die Chinesen und das Internet – das ist eine Love-Story, die auch Investoren gut gefallen dürfte.

Wagen wir ein Gedankenexperiment: Stellen wir uns eine Volkswirtschaft vor, die mit dem Ausbau ihrer Infrastruktur erst vor wenigen Jahren begonnen hat. Anders als in Europa und Amerika gibt es weder ein effizientes Gesundheitswesen noch flächendeckend Supermärkte und Discounter. Ein Telefonnetz im klassischen Sinn ist ebenso wenig vorhanden wie ein dichtes Filialsystem der Banken. Klingt erst mal nicht so gut, aber: Regierung wie auch Unternehmen verfügen über erhebliche Mittel, um zu investieren. Zudem ist der Markt für solche und weitere Dienstleistungen etwa vier Mal so groß wie in den USA.

Wer ist hier das Entwicklungsland?
In eben dieser Situation befindet sich China! Während die Süddeutsche Zeitung Deutschland als „Internet-Entwicklungsland“ bezeichnet, weil der Glasfaser-Ausbau hier nur schleppend gelingt, verwandelt sich das Reich der Mitte rasant und doch relativ unbemerkt in eine internet-basierte Dienstleistungsgesellschaft. Zwischen der Provinz Sichuan im Westen und der Hafenstadt Schanghai im Osten müssen eben kaum alte Zöpfe aus der Offline-Welt abgeschnitten werden. Das aber heißt: Private und öffentliche Investitionen fließen anders als im Westen komplett in neueste Technologien, da kaum alte Infrastruktur vorhanden ist.

Doc Online ist für Chinesen ganz normal
Also lassen die Chinesen das gute alte Telefonnetz links liegen und bauen gleich sehr leistungsfähige Mobilfunknetze auf, mit denen sie ihrer Leidenschaft fürs Internet effektiv frönen können. Das stunden- oder gar tagelange Warten vor einer Klinik sparen sie sich, indem sie den Fleck auf ihrer Haut mit dem Smartphone fotografieren und dem Online-Doc schicken – nur wenn’s ernst scheint, suchen sie persönlich einen Arzt auf. Und immer mehr Verbraucher kaufen Lebensmittel lieber gleich vom Tablet oder PC aus als vor Ort, zumal sie so Staus und urbanes Gedrängel vermeiden. Dass Bankgeschäfte in China quasi nur online erledigt werden, versteht sich fast von selbst.

Internet – der neue Wachstumsmotor Chinas
Diese grundlegende Transformation Chinas spiegelt sich in dem atemberaubenden Tempo wider, in dem die dortige Internet- und Telekom-Branche wächst. Deutsche Investoren nehmen Konzerne wie Alibaba, Tencent, Ctrip oder Baidu bislang nur am Rande wahr. Dabei erschaffen diese Unternehmen umfassende Ökosysteme für Konsumenten und sind so auf dem besten Weg zu Quasi-Monopolen – stärker noch als etwa Alphabet (Google) oder Amazon. Alibaba etwa dominiert die Bereiche E-Commerce und Logistik, Cloud-Service und Finanzen; Tencent ist bei Spielen, sozialen Medien, Soft- und Hardware sowie digitalen Inhalten führend. Baidu, das die gleichnamige Suchmaschine betreibt, ist in den Online-to-Offline-Sektoren Gesundheit, Erziehung sowie lokale Lieferdienste stark vertreten.

Günstige Bewertung und großes Potenzial
Dieses Potenzial erkennt auch die Börse. Seit Jahresbeginn trägt der Internet-Sektor den Löwenanteil zum Plus von neun Prozent (in Dollar) bei, den der MSCI China-Index bis 30. September verbuchte. Ausgereizt ist das Potenzial unserer Meinung noch lange nicht. Denn Alibaba, aber auch andere kleinere und innovative Unternehmen profitieren stark von dem Trend zur forcierten Digitalisierung sowie der hohen Internet-Affinität der Chinesen – schon jetzt kaufen sie prozentual deutlich mehr online ein als Amerikaner. Wir sind daher davon überzeugt, dass die Umsätze und Gewinne in dem Sektor in den kommenden Jahren stark steigen werden.

Investoren, die sich längerfristig für aussichtsreiche Internet- bzw. Technologie-Investments interessieren, sind also gut beraten, einen Blick ins Reich der Mitte zu werfen. Mit unserer China-Strategie nehmen wir jene Unternehmen in den Fokus, die überdurchschnittlich von diesen Trends profitieren und zudem günstig bewertet sind.

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Chinas Yuan wird zur Weltwährung

2016/10/04

Der IWF kürt den Yuan zur fünften globalen Leitwährung. Es ist die erste Neuaufnahme seit der Einführung des Euro.

Der chinesische Yuan ist seit diesem Samstag neben dem US-Dollar, dem Euro, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund offiziell die fünfte Leitwährung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm den auch als Renminbi bekannte Yuan in den sogenannten Währungskorb auf.

Für China, das wegen seiner Währungspolitik bereits mehrfach in die Kritik geriet, ist die Kür des Yuan zu einer der Weltreservewährungen ein Meilenstein im Bemühen um die Anerkennung des Landes als globale Wirtschaftsmacht.

Der IWF hatte die Aufnahme des Yuan im vergangenen Jahr angekündigt. Mit grösseren Auswirkungen auf die Finanzmärkte wird daher nicht gerechnet. Der Währungskorb bildet die Werte-Grundlage für die Kunstwährung des Fonds, die Sonderziehungsrechte. Über diese werden die Beiträge der IWF-Mitglieder (Quoten), wie auch ihre Kreditmöglichkeiten beim Fonds bemessen.

Quelle: Chinas Yuan wird zur Weltwährung – Wirtschaft – tagesanzeiger.ch

Wann überrundet China den Westen?

2016/08/10

Von Clemens Kustner

China hat allein in den vergangenen drei Jahren mehr Zement verbaut als die USA in den letzten 100 Jahren. Während der Westen dies als sicheres Zeichen für sinnlose Überinvestitionen wertet, übersehen die Kritiker: China pumpt den Zement vor allem in Straßen, (Flug-)Häfen und Eisenbahnen und investiert massiv in Energienetze und Telekommunikation. Setzt sich dieser Trend fort, wird das Land bald eine viel modernere und leistungsfähigere Infrastruktur haben als die meisten westlichen Länder – mit erheblichen Folgen für Firmen und Investoren.

Vielleicht sind wir im Westen zu sehr daran gewöhnt, als dass es uns auffallen würde: Eine nationale Ökonomie kann nur prosperieren, wenn das Land über ausreichende und intakte Verkehrswege verfügt und die Wasser- sowie Energieversorgung auf modernem Stand sind. Zudem braucht es ein umfassendes und leistungsfähiges Netz für die Telekommunikation, um in der digitalen Welt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Peking deklassiert Washington & Co
China gibt für all dies seit Jahren einen höheren Anteil aus als Nordamerika und Westeuropa zusammen, wie das McKinsey Global Institute (MGI) in einer kürzlich veröffentlichten Studie ermittelt hat. So flossen dort von 1992 bis 2013 im Jahr durchschnittlich 8,6 Prozent des Bruttosozialproduktes (BSP) in den Bau von Straßen, Eisenbahnen, Häfen, Flughäfen und anderen Infrastruktur-Projekten. Die Europäische Union wie auch die USA haben im selben Zeitraum gerade einmal je 2,5 Prozent ihres BSP in solche Maßnahmen investiert – insbesondere mit der Finanzkrise ist der Investitions-Elan im Westen erlahmt.

20 Prozent Rendite dank Infrastruktur
Nun sollte man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, denn die entwickelten Industrieländer des Westens verfügen über einen größeren Kapitalstock als das Noch-immer-Schwellenland China – die Ausgangslage bei der Infrastruktur in Europa und den USA ist somit eine andere als zwischen Himalaya und Ostchinesischem Meer, wo noch deutlich mehr investiert werden muss. Doch ebenso wahr ist: Jeder Euro, Dollar oder Yuan, der in Straßen, Eisenbahnen oder Häfen investiert wird, führt nicht nur unverzüglich zu Einkommen bei allen, die an diesen Projekten beteiligt sind. Experten schätzen auch, dass 5 Dollar, die in die Infrastruktur fließen, das Bruttosozialprodukt auf lange Sicht um 1 Dollar steigern. Zu dieser „20-Prozent-Rendite“ kommt es, weil die betreffende Region produktiver wird – etwa indem Verkehrs- und Transportzeiten sinken, sichere Elektrizität für mehr Produktion sorgt und sich die Menschen in die digitale Weltwirtschaft einklinken können.

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Autobahn-Kreuzung in China mit fünf Ebenen



Geraten Europa und USA ins Hintertreffen?
Schreibt man den aktuellen Trend in die kommenden Jahrzehnte fort, ist klar: Wenn die entwickelte Welt nicht mehr Geld in ihre zunehmend marode Infrastruktur pumpt und China seine hohe Quote beibehält, werden Europa und Nordamerika irgendwann ins Hintertreffen geraten – zum Schaden der dortigen Unternehmen, Arbeitnehmer und Bürger. Zudem wird das Wachstum dies- und jenseits des Atlantiks deutlich schwächer ausfallen als bisher. Die Lektion für den Westen lautet: Nur mit einer guten Infrastruktur können private Unternehmen effizient und günstig produzieren und Wohlstand schaffen.

China schafft Basis für Wachstum
China indes schafft mit seinen vielen Infrastruktur-Projekten bereits die Basis für ein langfristiges und nachhaltiges Wachstum seiner Wirtschaft, die mehr als 1,3 Milliarden Konsumenten umfasst. In 10 oder 20 Jahren wird es niemanden mehr interessieren, ob diese Autobahn oder jene Brücke nach soliden kaufmännischen Kriterien finanziert wurde. Entscheidend ist dann vielmehr, dass eine exzellente und moderne Infrastruktur existiert, mit der private Unternehmen den riesigen chinesischen Markt effizient und kostengünstig bedienen können.

Die hervorragenden Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, können Investoren mit aktiv gemanagten China-Fonds nutzen. Voraussetzung ist, dass die Fonds unabhängig von Benchmarks auf unterbewertete und aussichtsreiche Unternehmen setzen, die von einem Ausbau der Infrastruktur profitieren.

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Bei Tech-Investments China nicht vergessen

2016/06/28

Von Clemens Kustner

China wird immer mehr zur ernsthaften Konkurrenz für die großen US-Internet-Konzerne. Alibaba, Baidu und Tencent sind bereits halb so viel wert wie alle Dax-Unternehmen zusammen, die chinesische Regierung plant Milliarden-Subventionen für neue Hoffnungsträger: Ein interessantes Umfeld für Investoren, findet Clemens Kustner, Aspoma Asset Management.

Während Europa mit dem Schwärzen von Häusern in Google Maps beschäftigt ist, blühen in China Hunderte von Unternehmen auf, die mit und am Internet Geld verdienen – vor allem mit E-Commerce und Online-to-Offline-Geschäftsmodellen (O2O) über mobile Geräte. Rund 90 Prozent der fast 700 Millionen Internet-Nutzer gehen über ihr Smartphone ins Internet, um dort soziale Medien zu nutzen, zu spielen oder vom Taxi bis zum Essen alles Erdenkliche online zu ordern. Experten gehen davon aus, dass der E-Commerce, insbesondere der O2O-Sektor, jährlich mit zweistelligen Raten wachsen wird.

„Think big“ in China

Im Westen wenig bekannt sind die Dimensionen wie auch der hohe Innovationsgrad in der chinesischen Internet-Wirtschaft. Allein die an den US-Börsen gelisteten chinesischen Internet-Unternehmen erreichen zusammen eine Börsenkapitalisierung von 365 Milliarden US-Dollar. Internet-Gigant Tencent, der in Hongkong gelistet ist, bringt 210 Milliarden auf die Waage – zusammen ist das halb so viel wie sämtliche Unternehmen im Deutschen Aktienindex. Internet-Konzerne, die an den Börsen in Festland-China notiert sind, sind darin noch nicht enthalten.

Auch in Sachen Rentabilität stehen die Chinesen nicht zurück: Das Online-Handelshaus Alibaba hat aufgrund eines etwas anderen Geschäftsmodells zwar einen niedrigeren Umsatz als Amazon. Dafür schlagen die Chinesen die Ikone des Online-Handels im Westen beim Gewinn deutlich. Während die Amerikaner im vergangenen Geschäftsjahr 600 Millionen US-Dollar an Reingewinn verbuchten, kam Alibaba auf 3,7 Milliarden US-Dollar.

Eine Sortieranlage von Alibaba

Sortieranlage von Alibaba



Innovativer als US-Unternehmen

Zudem bieten Alibaba sowie die anderen Internet-Giganten Baidu und Tencent inzwischen neben Online-Banking-Services und Kreditgeschäften eine Reihe weiterer Dienstleistungen, auf die Facebook & Co. vermutlich neidisch sind. So kann, wer als Kunde von Tencent sein Bankkonto mit dem WeChat-Account – früher ein Äquivalent zu WhatsApp – verbindet, jetzt darüber auch Essen bestellen, Filmkarten kaufen, Flüge buchen, Arzttermine vereinbaren, Bücher in der Bibliothek suchen, die Wasserrechnung zahlen oder Magazinartikel lesen. Bloomberg brachte es jüngst anerkennend auf den Punkt: „WeChat is a bit sticky“ – im Sinne von: Es ist so bequem, dass man kaum davon loskommt.

Gutes Klima für aussichtsreiche Start-Ups

Kein Wunder, dass in dem internet-affinen Klima viele aussichtsreiche Start-Ups entstehen – zumal sie es mit einem riesigen, lohnenden Markt zu tun haben. Anders als ihren Vorgängern, die in den USA Kapital aufnehmen mussten, stehen ihnen in China nun genügend Finanzierungsmittel zur Verfügung. Allein der Staat betreibt oder unterstützt im Rahmen seines „Internet Plus“-Projekts 780 Venture-Capital-Fonds mit einem Volumen von 338 Milliarden Dollar und kann damit die Entwicklung der Start-Ups vorantreiben. Auch auf dem Radar großer ausländischer Investoren ist Chinas Internet-Ökonomie aufgetaucht: Der Sovereign Wealth Fund Temasek aus Singapur investiert zunehmend in Start-Ups, weil er an deren unbändige Innovationskraft glaubt.

Tech-Investments: China nicht vergessen!

Investoren, die sich für aussichtsreiche Internet- beziehungsweise Technologie-Investments interessieren, sollten China also nicht ignorieren. Mit einem Indexinvestment wären sie jedoch schlecht bedient, da ein Großteil der Unternehmen in den Indizes nicht enthalten ist. Sinnvoller sind Benchmark-unabhängige Fonds, die einen Teil des verwalteten Vermögens frei in sorgfältig ausgewählte Internet-Titel investieren können.

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Die Mär von Chinas Abstieg

(www.faz.net)

Mit schöner Regelmäßigkeit reden vermeintliche Experten ein Ende des chinesischen Aufschwungs herbei. Sie liegen falsch.

George Soros, der große alte Mann der Hedgefondsbranche, setzt darauf, dass die hochverschuldete chinesische Wirtschaft demnächst in eine Finanzkrise stürzen wird. Die Erwartung, dass die „China-Blase“ platzen wird, ist nicht neu. Mancher wartet schon viele Jahre vergeblich darauf. Ein Grund dafür, dass diese Erwartung bisher enttäuscht wurde, liegt darin, dass die chinesische Wirtschaft trotz aller frühkapitalistischen Schroffheit immer noch vom Staat recht eng und bisher erfolgreich an der Leine geführt wird.

Zum Artikel auf faz.net

Aktien: China verreist

Von Clemens Kustner

In China wächst eine qualifizierte und gebildete Mittelschicht heran, die mehr Mitglieder hat als die USA Einwohner. Dieses Wachstum wird die nächsten Jahre prägen. Viele Bereiche – etwa der Tourismus – werden sich dadurch sehr dynamisch entwickeln.

Man muss die Zahlen über China in Relation zu anderen Ländern setzen. Erst dann wird ihre enorme Dimension begreifbar: In den USA, dem Land mit der weltweit drittgrößten Bevölkerung, leben 321 Millionen Menschen; in der gesamten Europäischen Union rund 500 Millionen. In China wird allein die Zahl der städtischen Haushalte bis zum Jahr 2022 auf rund 350 Millionen (rund 900 Millionen Menschen) wachsen. Gut 300 Millionen Haushalte sollen dann über mehr als 9.000 US-Dollar jährlich verfügen, rund 220 Millionen sogar über 15.000 bis 34.000 Dollar. Das entspricht real einer Kaufkraft, die zwischen der von Brasilien am unteren und der von Italien am oberen Ende rangiert.

Obwohl es viele Deutsche nicht wissen: Die chinesische Mittelschicht ist nicht nur gut ausgebildet und teils sogar hoch qualifiziert und spezialisiert. Sie eint der unbändige Wunsch zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Dazu gehört, dass immer mehr Chinesen verreisen wollen und es sich auch leisten können. Getrieben wird der Wunsch, die Welt kennenzulernen, von den sozialen Medien, über die sich dieses Volk mit Freunden und Bekannten offenbar stärker austauscht als der Rest der Welt – auch über den Urlaub. Nach einer Studie von McKinsey leben in China die weltweit aktivsten Social-Media-Nutzer. 95 Prozent der Befragten haben ein Konto bei einer Plattform wie WeChat oder Sina Weibo.

Die Erfahrungen mit Japan, Korea und Taiwan in den 1980er- und 1990er-Jahren zeigen: Bei einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 8.000 US-Dollar erwacht bei den Asiaten die Reiselust, vor allem die Lust auf das Ausland. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds dürften die Chinesen diese Einkommensgrenze erreicht haben. Zieht man ins Kalkül, dass derzeit nicht einmal zehn Prozent der Chinesen ins Ausland reisen, wird deutlich, welche Chancen sich für die Tourismusindustrie ergeben. Ein gutes Indiz für das mögliche Wachstum sind die Inlandsreisen. In fünf Jahren hat sich die Zahl der Reisenden auf 25 Prozent der Bevölkerung verdoppelt.

Pekings neuer Flughafen: Zaha Hadid zeigt Entwürfe

Pläne von Pekings neuem Flughafen



Ein Boom der Tourismusindustrie in China erscheint uns auch aus anderen Gründen wahrscheinlich. So haben immer mehr chinesische Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Urlaub – eine Erkenntnis, die sich bei Unternehmen und Mitarbeitern aber erst langsam durchsetzt. Viele Beschäftigte nehmen bislang, wenn überhaupt, nur sechs oder sieben Tage bezahlten Urlaub und verzichten damit auf gut 30 Prozent ihrer Erholungszeit.

Eine bessere Durchsetzung dieses Anspruchs durch den Staat dürfte dies ändern und dem Tourismus einen kräftigen Schub geben. Auch weitere Lockerungen bei der Visapolitik, der Bau neuer Flughäfen und die Schaffung neuer Destinationen wirken in diese Richtung. Dieser Trend ist für Finanzinvestoren durchaus von Interesse: So hat sich der Aktienkurs von börsennotierten Reiseveranstaltern wie Ctrip.com in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht.

Unabhängig davon, wie hoch das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr ausfällt entsteht in China in den kommenden Jahren eine zunehmend kaufkräftige Mittelschicht, die es von der Bevölkerungszahl her mit der kompletten Europäischen Union aufnehmen kann. Dies wird die Weltwirtschaft weitaus gravierender verändern, als es sich die meisten Deutschen, aber auch viele Anleger derzeit vorstellen.

Siehe auch extra-funds.de-Artikel

Die Startup-Szene in China boomt

(wired.de)
In ihrer Reihe „Internet Made in China“ beleucht wired.de den boomenden chinesischen Online-Markt hinter der großen Firewall. Welche Big-Player revolutionieren das Netz im Reich der Mitte und wie erschaffen sich Millionen von Nutzern ein eigenes Netz zwischen Zensur- und Selbstzensur? Diesmal: eine boomende Startup-Szene mitten in der Diktatur.

Startup-Szene in China


Zum Artikel auf wired.de

Chinas Forschung: Auf dem Weg zur Supermacht?

2016/05/30

Von Clemens Kustner
 
Wenn Europäer an China denken, kommen ihnen neben Großer Mauer und Peking-Ente vor allem billige Plastikprodukte und Elektronikartikel in den Sinn. Dass das Land sich gerade anschickt, in Sachen Forschung und Innovation zu einer Supermacht zu werden, ahnen wohl nur die wenigsten. Aber es gibt auch Hindernisse.
 
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China hat als Kooperationspartner westlicher Unternehmen nicht eben den besten Ruf. Zu frisch sind die Erinnerungen an die zahllosen Raubkopien, mit denen sich seine Unternehmen Know-how aus der entwickelten Welt einverleibt haben. Inzwischen verfolgt man aber auch andere Strategien, um die Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen: Zum einen arbeiten zahllose Chinesen an allen relevanten Forschungslaboren weltweit – bei ihrer Rückkehr bringen sie wertvolles Wissen und Kompetenzen mit. Zum anderen holt man sich Innovationen durch den Kauf ausländischer Firmen in strategischen Sektoren ins Land: So gehört Syngenta als ein führendes Unternehmen der Grünen Biotechnik nun zu ChemChina.

 

China war einst ein Land der Erfinder

Noch wichtiger aber dürfte schon bald die eigene Forschung und Entwicklung (Research & Development, R&D) werden. Seit einigen Jahren schon verfolgt Chinas Regierung das Ziel, das Land in eine „Innovationsgesellschaft“ zu verwandeln; bis zum Jahr 2050 soll es in Wissenschaft und Technik sogar weltweit führend sein. Wer die Ansprüche Chinas für vermessen hält, sei daran erinnert: Schießpulver, Kompass, Wasserrad und Papiergeld wurden von Chinesen erfunden – und das in einer Zeit, als von Innovationen in Europa noch nichts zu sehen war.

 

Investitionen in die Forschung explodieren

Gut möglich, dass Chinas moderner Innovations-Zyklus jetzt durchstartet. Die Regierung hat den klaren politischen Willen dazu und enorme finanzielle Mittel, um eine Infrastruktur des Wissens zu schaffen: Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 hat das Land die Ausgaben für R&D mehr als verdoppelt, während sie in den OECD-Staaten gerade mal um 1,6 Prozent im Jahr wuchsen. Bereits 2012 pumpte China 257 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung – und damit nur 30 Milliarden Dollar weniger als die gesamte Europäische Union. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, wird China 2019 mehr Geld für seine Innovationen ausgeben als jedes andere Land. Kein Wunder, dass dort wohl bald mehr Doktorgrade verliehen werden als sonst in einem Land.

 

Konzentration auf strategische Sektoren

Entscheidend ist jedoch, was gefördert wird. Um den Maschinenbau etwa, den die Deutschen bereits so gut beherrschen, macht Peking einen Bogen. Stattdessen konzentriert man sich auf neu entstehende strategische Sektoren, in denen auch die westlichen Länder noch relativ am Anfang stehen. Dazu gehören etwa:

  • die Biotechnologie: So ist das Beijing Genomics Institute, in dem 2300 Forscher arbeiten, inzwischen „das produktivste Unternehmen zur Entschlüsselung menschlicher, pflanzlicher und tiersicher DNA auf der Welt“, wie die Fachwelt urteilt. Natürlich will das globale Gen-Google auch Geld verdienen – etwa mit dem Klonen von Kühen, dem Ausmerzen von Alzheimer oder DNA-Vorsorgeuntersuchungen. Ein Hintergrund des Biotech-Booms ist, dass China in den kommenden Jahren dank der wachsenden Städte immer weniger Boden zur Verfügung hat, um seine Bevölkerung zu ernähren.
  • die Robotertechnologie: 2015 kam bereits ein gutes Drittel aller Patentanmeldungen in der Robotertechnik aus China. Dies hat auch damit zu tun, dass viele Unternehmen im Reich der Mitte immer mehr solcher Geräte in die Produktion nehmen wollen – nicht zuletzt, weil die Löhne stark gestiegen sind. Aber die Patentanmeldungen betreffen auch Roboter, die im Alltag eingesetzt werden sollen. Das jüngst angekündigte Übernahmeangebot des chinesischen Unternehmens Midea für den deutschen Roboterhersteller KUKA passt da gut ins Bild.
  • die Informationstechnologie: Bei der Entwicklung sogenannter Quantum-Computer, deren Rechenkapazität jene von heutigen Supercomputern deutlich übertreffen soll, steht China in der ersten Reihe. So wurde zwischen Schanghai und Peking eine 2.000 Kilometer lange Leitung geschaffen, um die Verschlüsselung mit der Quantum-Methode zu testen. Die Europäische Union hat eben die Herausforderung angenommen und eine Milliarde Euro für die Quantum-Forschung freigegeben.

 

Fazit: China ist auf dem Weg zur technologischen Supermacht deutlich weiter, als es vielen Europäern bewusst ist. Doch ob die ehrgeizigen Ziele voll erreicht werden, hängt auch davon ab, wie flexibel die chinesische Führung den institutionellen Rahmen gestalten wird. Es ist nur schwer vorstellbar, dass hochqualifizierte Forscher einerseits Spitzenleistungen bringen und sich andererseits dauerhaft von Parteikomitees gängeln lassen.
 
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Siehe auch FAZ Artikel: China bald innovativstes Land der Welt?

More Bank of Japan (BOJ) ETF buying?

2016/04/25

  • BOJ is an estimated top 10 owner in about 90% of Nikkei 225
  • Central bank seen boosting ETF purchases as soon as this week
(Bloomberg) — 
They may not realize it yet, but Japan Inc.’s executives are increasingly working for a shareholder unlike any other: the nation’s money-printing central bank.While the Bank of Japan’s name is nowhere to be found in regulatory filings on major stock investors, the monetary authority’s exchange-traded fund purchases have made it a top 10 shareholder in about 90 percent of the Nikkei 225 Stock Average, according to estimates compiled by Bloomberg from public data. It’s now a major owner of more Japanese blue-chips than both BlackRock Inc., the world’s largest money manager, and Vanguard Group, which oversees more than $3 trillion.

Link to full Bloomberg Article

Chinese Bond Market through Deutsche Börse

2016/04/21

Deutsche Boerse link gives investors access to Chinese bonds

via China Gets New Link to Foreign Markets in Clearstream Bond Deal – Bloomberg.

Analyse: Chinas Mittelschicht beginnt zu reisen

Chinas neue Mittelschicht ist der beste Wachstumstreiber.
 
Gastkolumne von Dr. Clemens Kustner in Finanzen100.de

 
Derzeit dreht sich beim Thema China alles um eines: Die lahmende Konjunktur. Dabei ist das Reich der Mitte auch noch immer das Reich der Chancen. Denn dort blüht gerade eine kaufkräftige Mittelschicht auf. Dr. Clemens Kustner von der ASPOMA Asset Management erklärt in seiner Gastkolumne, wie Anleger davon profitieren können.

 

 

 

Chinas Exporte steigen um 18,7 Prozent

2016/04/13

Chinas Exporte legen kräftig um 18,7 Prozent zu – dpa – FAZ.

Chinas Fremdwährungsreserven steigen im März um USD 10.3 Mrd.

2016/04/12

Die chinesische Notenbank (PBOC) gab vergangenen Donnerstag bekannt, dass die Fremwährungsreserven Chinas im März um USD 10.3 Mrd. auf USD 3.21 Billionen angestiegen sind.

Japan: Produzierendes Gewerbe erholt sich

2016/01/22

Die anhaltende Stärke des Einkaufsmanagerindex für das prozduzierende Gewerbe, der am 22. Januar veröffentlicht wurde, deutet auf eine weitere Erholung der japanischen  Wirtschaft hin. Der Indexstand von 52.4 im Januar liegt damit nahe den Höchstständen, die wir in Japan seit der Umsatzsteuererhöhung im Jahr 2014 gesehen haben.

 

China Update Jan 2016

2016/01/11

Asia on the Ground – Jan 2016

Angesichts der hohen Schwankungen zu Beginn des Börsejahres 2016 nützen wir die Gelgenheit in der aktuellen Ausgabe von Asia on the Ground zur Darstellung unserer Einschätzung.

ASIA on the Ground – Januar 2016 (PDF, 750 KB)

 

 

China October Data Summary

2015/11/17

The cloud over China’s economy may not have lifted but there were more positives than negatives in the October figures. Industrial output growth edged down and the contraction in export values deepened. But import and investment growth rebounded and retail sales growth hit a ten-month high. Perhaps more important, credit growth and fiscal spending are looking increasingly strong, which should help support economic activity. We continue to believe that that conditions will get better rather than worse over the coming quarters.

Innovatives China

2015/10/26

Einer Umfrage zufolge rechnen Deutsche Industrie-Manager mit einer Überraschung. Schon im Jahr 2020 wird China das erfindungsreichste Land der Welt sein. Und dabei nicht nur Deutschland überholen.

via Näheres dazu im folgenden FAZ Artiekl: China bald innovativstes Land der Welt.

Q3: China’s Economy Stays Close to Target on Boost From Services

2015/10/19

Fixed-asset investment weakens but services sector grows 8.4%, cushioning industrial slowdown

Gross domestic product rose 6.9 percent in the three months through September from a year earlier, the National Bureau of Statistics said Monday, beating economists’ estimates for 6.8 percent.

A stronger services sector and robust consumption are helping offset weakness in manufacturing and exports. The government has cut interest rates five times since November and boosted infrastructure spending in recent months to keep growth from sliding too far below this year’s target for about 7 percent.

The pace of growth in the services sector quickened to 8.4 percent in the third quarter, while so-called secondary industry — which includes manufacturing — weakened to a 6 percent expansion.

Industrial output in September rose 5.7 percent from a year earlier, compared with economists’ median estimate of 6 percent. Retail sales increased 10.9 percent, versus a 10.8 percent gain forecast for the month.

Fixed-asset investment climbed 10.3 percent in the first nine months from the same period last year, compared to a median projection of a 10.8 percent increase. That’s the slowest pace of gains since 2000.

While avoiding the kind of all-out stimulus deployed after the global financial crisis, policy makers have deployed a variety of tools to cushion the slowdown. The People’s Bank of China has cut interest rates to record lows and reduced banks’ reserve requirement ratios, the finance ministry has relaxed rules for local authorities to borrow, and the top economic planning body has stepped up project approvals.

“Between infrastructure investment spending and consumers, the economy is still powering along pretty well,” said Tim Condon the head of Asian research at ING Groep NV in Singapore. The GDP result “has to be a vote of confidence that the stimulus is doing something.”

Link to full arcticle

Growth in China stabilizes in August

2015/09/16

Most headline activity indicators stabilized in August which was driven to a large extent by fiscal policy easing since mid May. This is supported by fiscal data released on September 15 which show that fiscal expenditure grow by 25.9% yoy in August (24.1% in July), much faster than the 11.8% in the first half of 2015. Most headline Most headline activity indicators seemed to have stabilized: The yoy IP growth edged up to 6.1% (6.0% in July), as power generation rebounded from –2% yoy in July to +1%. While the ytd FAI growth slipped to 10.9% from 11.2% in July, investment amounts for projects under construction and newly started projects have both picked up. The former went up from 4.2% ytd in July to 5.1%, while the latter from 2.4% in July to 2.7%. In addition, real growth of retail sales stabilized at 10.4% yoy in August. One issue to bear in mind when reading the August data is that some indicators may have suffered a one-off negative impact, from the preparation for the September military parade in Beijing.
Meanwhile, leading indicators are firming up. The strong momentum of property sales continued, growing 7.2% yoy (6.1% in July) and 15.3% yoy (13.4% in July) in volume and value terms, respectively. Total funds available for investment increased by 7.6% (3mma yoy), up from 6.9% in July (Figure 5). In particular, those from the state budget increased 34.3% (3mma yoy), up from 29.1% in July.
As the fiscal policy stance of the government turned drastically in May now almost four month into the “simulus mode” we can expet to see the expansioary fiscal policies to take effect growth to rebound in Q4 to 7.2% yoy from 7.0% in Q3.

Renminbi Joins 5 Most-used Global Currencies

2015/01/28

Beijing (AP) — China’s yuan has become one of the five most widely used currencies in global payments, an international financial transactions agency announced Wednesday.
The yuan passed the Canadian and Australian dollars in popularity in December, according to the Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, which provides communications between financial institutions and companies. It said the yuan now ranks behind the dollar, the euro, the British pound and Japanese yen.
The change is an “important milestone,” and confirms the yuan’s transition from an emerging to a “business as usual” currency, said Wim Raymaekers, Swift’s head of banking markets, in a statement.
Beijing is gradually easing controls on the yuan and encouraging its use abroad in an effort to reduce costs for its traders and increase Chinese companies’ role in the global economy.
The yuan’s exchange rate is set by China’s central bank and the currency doesn’t trade freely on global markets. But Beijing has signed agreements with a number of foreign financial centers including London to become hubs for clearing yuan transactions.
The yuan, also known as the renminbi, accounted for 2.17 percent of global payments in December, behind the yen’s share of 2.69, according to Swift. The U.S. dollar’s share is about 45 percent.
Global payments in yuan increased by 20.3 percent in December, outpacing overall payments growth of 14.9 percent, according to Swift.

Source: Bloomberg Professional

Moody’s: China’s growth to remain strong

2014/03/28

Singapore, March 17, 2014 — Moody’s Investors Service expects China’s economic growth to remain relatively robust, although at a slower rate of between 7.5% and 7.0% in 2014-15 as the authorities begin to implement the Third Plenum’s structural adjustment policies, while the rising indebtedness of the country’s local governments and corporates is expected to weigh on economic activity ahead.

At the same time, Moody’s considers that although investment will be less crucial in achieving a sustainable path of growth in the future, it will remain an important driver behind China’s rise in the ranks of middle-income economies.

Moody’s conclusions were contained in a just-released report titled “China’s Growth to Remain Robust, Downside Risks in Check” and which coincides with the end of the latest annual session of the National People’s Congress (NPC) on 13 March.

More generally, relatively rapid momentum in economic growth, macro-prudential regulation and steps taken to advance reform through 2014 — such as those detailed at both the Third Plenum of the Communist Party in November 2013 and the NPC — will continue to buttress the creditworthiness of China’s central and local governments, banks and corporates alike.

Over the longer term, and Moody’s views this outcome as the most likely scenario, the effectiveness of this sweeping reform agenda — including a rebalancing of public- and private-sector roles — will be the key determinant of whether the economy will achieve a sustainable growth equilibrium, but at a pace below that of the last three decades.

The report notes that Premier Li Keqiang’s report at the NPC considered that the foundations for steady growth are not yet firm, but that economic and social reforms, including a crackdown on corruption and pollution, will help China maintain real GDP growth of around 7.5% per annum. Furthermore, Finance Minister Lou Jiwei indicated that the authorities are willing to sacrifice faster growth for economic sustainability.

In this context, one of the more concrete and critical policy objectives highlighted by China’s authorities is keeping registered unemployment below 4.6% and, both Premier Li and Finance Minister Lou emphasized the importance of employment. Accordingly, Moody’s believes that the authorities’ focus on jobs has parallels with their vigorous stimulus in response to the global financial crisis.

On the issue of the build-up of debt at the local government level, the Moody’s report says the possibility that the central government may need to provide additional fiscal resources to bolster the finances and debt-repayment capacities of the relevant entities represents a contingent liability constraining sovereign creditworthiness. Additionally, the maturity structure of this debt is relatively near term, suggesting that the currently moderate level of general government gross financing needs, less than 8% of GDP in 2013, will rise further.

The report also says that over the medium term, China’s sovereign credit profile would robust provided that the reform agenda outlined by the Third Plenum, and further fleshed out during the NPC, gains traction. Moody’s central scenario remains one of stable GDP growth, low inflation, modest fiscal deficits and a strong external position

Moody's: China's growth to remain strong, but with debt build-up a risk.

PBOC widens Yuan trading band to +/- 2%

2014/03/17

The People’s Bank of China doubled the width of the currency’s trading band on March 17, the boldest reform
in the country’s financial markets so far this year. China’s central bank will allow the CNY, or onshore-traded yuan to fluctuate up to 2 per cent above or below the officially set midpoint rate against the US dollar.

Megatrends in China – Gesundheitswesen

2014/03/07

Asia on the Ground – März 2014

Strukturelle Megatrends wie das Entstehen einer wohlhabenden Mittel­schicht in China, die weiter voranschreitende Urbanisierung der ländlichen Bevölkerung und nicht zuletzt die Deregulierung und Öffnung der chinesischen Volks­wirtschaft erzeugen in vielen Branchen ein hoch­dynamisches Umfeld.

Im Verlauf von 2014 möchten wir in loser Folge in prägnanter und bildhafter Weise einzelne Sektoren, Branchen und Unternehmen vorstellen, die von diesen Entwicklungen besonders proftieren.

 

In Teil zwei beschäftigen wir uns mit dem Wachstumssegment Gesundheitswesen.

 

ASIA on the Ground – März 2014 (PDF, 950 KB)

 


 

Investment Fund with 49m Investors

2014/02/28

(Beijing) – It took less than seven months for the fund company that manages Yu E Bao to become the country’s largest public funds manager, a place that China Asset Management Co. held for seven years.

As of January 15, Yu E Bao has more than 250 billion yuan in investment from over 49 million users, says Tian Hong Asset Management Co., the company that manages Yu E Bao. That makes it the 14th-largest money market fund in the world, data from Bloomberg shows. Combined with other investment funds, the amount managed by Tian Hong has exceeded 260 billion yuan.

Meanwhile, China AMC’s public funds were worth about 244.7 billion yuan at the end of last year and reportedly have not changed much in January. It has formed a partnership with social networking company Tencent Holdings to challenge Yu E Bao through a similar wealth management service embedded in the voice and text messaging app WeChat.

Wang Dengfeng, a Tian Hong fund manager who oversees the money market fund connected with Yu E Bao, said in a recent interview that controlling risk is his company’s biggest priority.

Yu E Bao limits its investments to just 29 banks on a safe list, he says, and prudence demands that, “We don’t venture outside the list.”

For an excerpt of the interview click the following link:

Yu E Bao Deals with the Pressure of Being No. 1 –.

 

Link to an interesting New York Times Article on internet finance.

Renminbi has Come of Age

Deutsche Bank in a recent commentary is stressing that China’s currency has come of age. Amid the din over its biggest fall since liberalisation in 2005 no one seems to be sure whether the renminbi is actually under or overvalued anymore – just as with grown-up currencies! This marks a big change. A rising yuan has long been taken for granted thanks to trade surpluses, capital inflows and the necessity of central bank intervention. But as Beijing looks towards full convertibility this consensus is being questioned. For example an IMF working paper published in August estimated that capital account liberalisation would result in a net outflow of Chinese assets in the order of 11-18 per cent of output. Others worry about the unwinding of dollar-yuan carry trades (the most attractive in the world on a volatility-adjusted basis), for example when US interest rates normalise. Welcome, renminbi, to troubled adolescence.

 

Megatrends in China – Tourismus

2014/01/26

Asia on the Ground – Januar 2014

 

Strukturelle Megatrends wie das Entstehen einer wohlhabenden Mittel­schicht in China, die weiter voranschreitende Urbanisierung der ländlichen Bevölkerung und nicht zuletzt die Deregulierung und Öffnung der chinesischen Volks­wirtschaft erzeugen in vielen Branchen ein hoch­dynamisches Umfeld.

 

Im Verlauf von 2014 möchten wir in loser Folge in prägnanter und bildhafter Weise einzelne Sektoren, Branchen und Unternehmen vorstellen, die von diesen Entwicklungen besonders proftieren.

 

ASIA on the Ground – Januar 2014 (PDF, 750 KB)

 

 

Yuan Passes Euro as Second-Most Used Trade-Finance Currency

2013/12/03

Dec. 3 (Bloomberg) — China’s yuan overtook the euro to become the second-most used currency in global trade finance in 2013, according to the Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication.

The currency had an 8.66 percent share of letters of credit and collections in October, compared with 6.64 percent for the euro, Swift said in a statement today. China, Hong Kong, Singapore, Germany and Australia were the top users of yuan in trade finance, according to the Belgium-based financial- messaging platform. The yuan’s share of global trade finance was 1.89 percent in January 2012, while the euro’s was 7.87 percent, Swift said.

“It’s true that overseas exporters are using the renminbi more as the contract currency to increase the attractiveness and competitiveness of goods or services sold to China,” said Cynthia Wong, the Hong Kong-based head of emerging-market trading for Singapore and Hong Kong at Societe Generale SA.

China is seeking a greater role for its currency in global trade and investment as the state loosens controls on the exchange rate and borrowing costs in the world’s second-largest economy. People’s Bank of China Deputy Governor Yi Gang said Nov. 20 it is no longer in the nation’s interest to keep building up its foreign-exchange reserves, which totaled a record $3.66 trillion at the end of September.

Yuan deposits in Hong Kong, the largest pool outside China, rose the most since April 2011 to a record 782 billion yuan ($128 billion) in October. Agreements were announced this quarter to start direct currency trading between the yuan and both the British pound and Singapore dollar.

Link to the full story on bloomberg.com

Sturctural Reforms in China

2013/11/17

Nach Mitteilung der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag hat das Zentralkomitee (ZK) der Kommunistischen Partei unter anderem beschlossen, die Ein-Kind-Politik zu lockern sowie die Zwangsarbeitslager für die politische Umerziehung abzuschaffen. Auch in Wirtschafts- und Finanzfragen wird es weitreichende Veränderungen geben. So ist künftig die Gründung kleiner und mittelgroßer Privatbanken erlaubt. Man will Monopole auflösen, mehr Privatwirtschaft zulassen sowie die Staatsunternehmen effizienter und unabhängiger von der Politik verwalten. Außerdem müssen sie von 2020 an 30 Prozent ihrer Gewinne an die öffentliche Hand ausschütten. Bisher sind es höchstens 15 Prozent, viele Staatsbetriebe überweisen trotz hoher Überschüsse gar kein Geld an die Regierung.

Vollständiger Artikel der FAZ:

Beschlüsse: China macht ernst mit seinen Wirtschaftsreformen – Wirtschaftspolitik – FAZ.

China Economic Policy Meeting – 9-12 Nov

2013/10/31

China’s ruling Communist party has set a date for a policy meeting that reformists hope could yield new moves to liberalise the economy, although chances of more political openness seem less likely.

The third plenum of the 18th CPC Central Committee – in other words, the third time the Communist party’s 200 highest-ranking officials meet under the current leadership – will run from November 9 to 12, the Xinhua news agency said on Tuesday.

But observers have gradually lowered expectations for what those reforms might be, as censors have tightened control over the internet and silenced academics and critical activists. There are also doubts about just how far the government will be willing to push on economic reforms.

Many now expect cautious further steps towards financial liberalisation and little progress on the thorny issues of state-owned enterprises’ role in the economy or meaningful land reform, where powerful interest groups hold sway.

The influential Development Research Center, a think-tank under the State Council, recently issued a long list of reformist suggestions, including breaking up state monopolies and giving local governments greater control over their own finances.

But analysts caution that the DRC report is representative of just one voice in the debate, and quite a liberal one at that.

“If the new leadership were to execute this plan, it would certainly be a major positive to China’s long-term prosperity as well as short-term business confidence,” said Wei Yao, an economist with Société Générale. “However, we caution that the road map to be delivered at the plenum may be notably less aggressive.”

Announcements at the plenum are likely to be phrased in the turgid, general phrases commonly used in official documents in China, making it hard to parse their significance.

With so much up for discussion, investors have been looking for yardsticks to judge just how reformist or conservative China’s new leaders are.

Jian Chang, an economist with Barclays, said moves to address the country’s fiscal imbalances, which have saddled local governments with big spending responsibilities but little taxation power, would be key.

“We are cautiously optimistic,” she said. “Meaningful fiscal reforms will be our gauge of the new leaders’ ability to build a consensus for the urgent but complicated reforms China needs.”

Source: Financial Times

China and UK agree on YUAN-Pound trading

2013/10/15

Oct. 15 — China and the U.K. will introduce direct trading between the yuan and the British pound, helping London steal a march on Frankfurt and Paris to become Europe’s hub for the Chinese currency.
The two nations also agreed on an 80 billion yuan ($13 billion) quota for financial institutions in London to invest in China’s domestic securities under the Renminbi Qualified Foreign
Institutional Investor program, U.K. Chancellor of the Exchequer George Osborne said at a briefing in Beijing today, after meeting Chinese Vice Premier Ma Kai. Osborne said the countries will ensure access to yuan liquidity through additional settlement and clearing agreements in London.

Shanghai Free Trade Zone

2013/09/30

CBRC announced 8 measures to support banking in Shanghai Free Trade Zone. Chinese funded banks can establish branches w/o standard yearly limit for newly opened banks. Foreign funded banks welcomed to set up branches. Qualified private capital can also open banks, leasing companies & consumer financing companies. Cross border investment & financing will be encouraged while offshore business by Chinese banks will be permitted. Meanwhile Xinhua said there’s no special internet treatment in the zone.

Corporate tax cuts in Japan?

2013/09/26

The government is expected to pledge in its upcoming economic stimulus package that it will start considering a cut in the effective corporate tax rate “as soon as possible,” government officials said.

A reduction in corporate tax could make more foreign companies willing to operate in Japan and boost domestic demand, though the Finance Ministry still warns a tax cut would harm the country’s precarious fiscal health.

The government is likely to begin discussions on cutting corporate tax by the end of this year, with a view to implementing measures in fiscal 2015, the officials said.

The ruling Liberal Democratic Party’s tax panel, meanwhile, decided to leave it up to its chief Takeshi Noda whether to accept the government’s proposal to end a special corporate tax surcharge introduced to fund reconstruction work following the March 2011 earthquake and tsunami one year earlier than scheduled at the end of next March.

On Thursday, Finance Minister Taro Aso and economic and fiscal policy minister Akira Amari attended an executive meeting of the panel to explain the government’s policy on the tax issue.

Amari said he told ruling lawmakers that Abe’s administration will try to create an environment where possible increases in corporate profits on the back of the tax measure would bring about wage growth.

The withdrawal of the surcharge, which will reduce the current overall tax rate of around 38 percent on Tokyo-based firms by about 2 percentage points, is expected to be included in the economic stimulus package to be finalized by the end of this month.

Many LDP lawmakers, however, have argued that an earlier end to the three-year surcharge could negatively affect reconstruction efforts in the areas ravaged by the quake-tsunami disaster. The tax measure is estimated to reduce government revenues by around 900 billion yen.

There is also skepticism about whether a corporate tax cut would really lead to job and income growth.

LDP Vice President Masahiko Komura said during a meeting earlier Thursday with executives of the Japan Business Federation, the nation’s biggest business lobby, that it would be difficult to gain public support for such a tax cut unless firms declare their readiness to pay higher wages to workers.

Japan’s effective corporate tax rate, consisting of national and local taxes, exceeds the levels of around 30 percent in Germany, 25 percent in China and 17 percent in Singapore, according to data released by the Finance Ministry.

Abe is likely to announce on Oct. 1 that the nation’s consumption tax rate will be raised to 8 percent from the current 5 percent as scheduled next April, with the aim of increasing revenues to cover swelling social security costs for Japan’s aging population.

The stimulus package to prevent the tax hike from weighing on the economy is also expected to be unveiled on Oct. 1.

Under legislation enacted last year, the sales tax rate is slated to be raised to 10 percent in October 2015, as Japan’s fiscal health is the worst among major developed economies, with public debt at more than 200 percent of gross domestic product.

Link to full story:

Gov’t to start considering corporate tax cut soon | GlobalPost.

Abe: Japan’s economy is exceptionally good

Japanese Prime Minister Shinzo Abe urged Wall Street traders to invest in Japan, promising in a speech at the New York Stock Exchange yesterday that its economy will become a driving force for global recovery.

Abe vowed to conclude regional free trade talks by the end of the year and promoted Japanese products from sushi to LED light bulbs and a high-speed train system he said could link New York and Washington D.C. in less than an hour.

Link to full story

Abe Tells Wall Street Japan’s Economy Is Exceptionally Good – Bloomberg.

China Manufacturing Index increases to six-month high

2013/09/23

A Chinese manufacturing index rose to a six-month high in September, signaling that a rebound in the world’s second-largest economy is gaining steam.

The preliminary reading of 51.2 for a Purchasing Managers’ Index released today by HSBC Holdings Plc and Markit Economics compared with a 50.9 median estimate from 14 economists surveyed by Bloomberg News. The gauge was at 50.1 in August.

The final reading of the manufacturing PMI from HSBC and Markit will be released Sept. 30. The National Bureau of Statistics releases the government’s manufacturing PMI, with a bigger sample size, on Oct. 1.

The HSBC report showed increases in output, new orders, export orders and prices, while employment fell at a slower rate. The Flash PMI from HSBC and Markit is based on 85 percent to 90 percent of responses to surveys sent to more than 420 manufacturers.

Link to Bloomberg article: China Manufacturing Gauge Increases to Six-Month High – Bloomberg.

China Flash PMI rose above 50 in August

2013/08/26

The HSBC Flash PMI in August confirms that liquidity tightening has not majorly disrupted the real economy and production. We believe the data indicates that growth probably bottomed in 2Q’13 and should give decision makers more confidence to stick to their current policy tone.

China trade rebounds in July

2013/08/08

China’s exports and imports rebounded by more than estimated last month, adding to signs that the economy is stabilizing following a two-quarter slowdown.

Shipments abroad rose 5.1 percent from a year earlier, the General Administration of Customs said in Beijing today. The median estimate was for a 2 percent increase in a Bloomberg News survey, after June’s 3.1 percent drop. Imports gained 10.9 percent, leaving a trade surplus of $17.8 billion.

Exports to the U.S. and European Union, China’s biggest markets, increased for the first time in five months. Improved trade may bolster Premier Li Keqiang’s chances of achieving the year’s 7.5 percent target for expansion in the world’s second-largest economy, after official manufacturing and service-industry indexes rose in July.

Link to full Bloomberg article

Toyota rises profit forecast

2013/08/02

Toyota Motor Corp., Asia’s biggest carmaker, raised its profit forecast by 8 percent, as the weaker yen bolsters the value of Japanese cars sold overseas.
Net income in the year ending March 2014 will climb to a six-year high of 1.48 trillion yen ($15 billion), the Toyota City, Japan-based carmaker said. Last quarter, profit almost doubled to 562.2 billion yen, or 27 percent higher than the average of four analyst estimates compiled by Bloomberg.

While Toyota was outsold by General Motors Co. in number of cars, Japan’s largest automaker earned triple GM’s profit last quarter, as Prime Minister Shinzo Abe’s efforts to weaken the yen bolstered the value of exports. After years of battling a recall crisis, strong yen and natural disasters, analysts project the maker of the Camry sedan will earn record profit next fiscal year.

Of the 183 companies on the Topix that have posted quarterly results and for which Bloomberg had estimates, 57 percent beat projections.

Li Keqiang about China and Switzerland

2013/05/23

Gastkommentar zum Freihandelsabkommen: Warum ich ausgerechnet die Schweiz besuche – Debatte Nachrichten – NZZ.ch.

Yuan Set for Best Week in 3 Months

2013/04/19

China’s yuan was headed for the biggest weekly gain in three months after the central bank signaled plans to widen a trading band that’s been limiting appreciation since October.

The currency strengthened 0.21 percent from April 12 to 6.1792 per dollar as of 2:35 p.m. in Shanghai, trading 0.1 percent shy of a 19-year high of 6.1723 reached on April 17, according to China Foreign Exchange Trade System prices. It is allowed to fluctuate a maximum 1 percent either side of the People’s Bank of China’s reference rate, which was strengthened 0.03 percent today to 6.2395.

The band is likely to be increased “in the near future,” PBOC Deputy Governor Yi Gang said April 17 in Washington, where finance chiefs from the Group of 20 nations are meeting to discuss exchange-rate policies. The last expansion took effect on April 16, 2012 and UBS AG said the next move may be announced by Sunday to coincide with the first anniversary as well as the G-20 talks. JPMorgan Chase & Co. said a revision is more likely in 2014.

via Yuan Set for Best Week in Three Months on Band-Widening Signals – Businessweek.

Yuan Rises to 19-Year High

2013/04/10

China’s yuan climbed to a 19-year high after the central bank set a record reference rate for the currency amid speculation of rising capital inflows.

The People’s Bank of China raised the fixing by 0.15 percent, the biggest increase since Feb. 8, to 6.2548 per dollar. The nation’s export growth fell short of estimates in March for the first time in four months, while imports increased at a faster pace than predicted, leaving an unexpected trade deficit of $880 million, official data showed today.

Yuan Rises to 19-Year High

via Yuan Rises to 19-Year High as Central Bank Sets Record Fixing – Bloomberg.

China Growth 2013 to Rebound to 8.2% (ADB)

Strong consumption and fiscal spending in the People’s Republic of China (PRC) will fuel a rebound in growth in 2013, but government steps to cool pressures on the environment and to narrow income gaps will limit the upside in 2014, says a new Asian Development Bank (ADB) report.

People's Republic of China Growth to Rebound in 2013, But Level Off in 2014 | Asian Development Bank.

ADB’s flagship annual economic publication, Asian Development Outlook 2013 (ADO 2013) can be downloaded here.

London Gains First-Mover Advantage in EU’s Yuan Race

2013/03/13

London is racing against Paris and Zurich to become the center for yuan trading in Europe as China seeks to take its currency global.

The Bank of England said it has the inside edge to be the first Group of Seven nation to sign a currency-swap agreement with the People’s Bank of China after a meeting last month. The deal may allow the U.K. central bank to supply as much as 400 billion yuan ($64 billion) to banks, matching Hong Kong’s swap arrangement, according to Gao Qi, a markets strategist at Royal Bank of Scotland Group Plc in Singapore.

The full article can be found at bloomberg.com:

London Gains First-Mover Advantage in EU’s Yuan Race – Bloomberg.

China on track for a healthy year

2013/03/11

Macro data for January and February signal that the Chinese economy is on track for a healthy year, consistent with our expectation for about 8% GDP growth. The biggest surprise was in property, with resi sales, starts, completions and investment up strongly. Overall fixed asset investment rose at a slightly slower pace than a year ago, in line with our expectations, while industrial value-added expanded at a pace consistent with just over 8% GDP growth for 1Q. Retail sales cooled under the impact of a Party campaign against corruption and official gluttony, while inflation rose at an expected pace.

For more details on the released Data:
Total Retail Sales of Consumer Goods in the First Two Months of 2013 (National Bureau of Statistics of China)

Wachstumsausblick China 2013

2013/02/07

Asia on the Ground – Febrar 2013

Die wesentlichen nationalen und internationalen Organisationen und Banken haben in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Chinaprognosen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Wir nehmen dies zum Anlass, einen differenzierten Blick auf die Vielzahl der Meinungen zu werfen auch mit dem Ziel, zwischen per heute sicheren Fakten und den Prognosen stets innewohnenden spekulativen Aspekten zu unterscheiden.

 

ASIA on the Ground – Februar 2013 (PDF, 973 KB)

 

Chinese industrials set for profit surge

2013/01/28

Profits at Chinese industrial companies are expected to surge in the coming months after a rebound in the fourth quarter of last year amid a broader recovery in the world’s second-largest economy.

Total profits earned by major Chinese industrial enterprises rose 17.3 per cent from a year earlier in December to Rmb895.2bn ($144bn), according to figures released by the Chinese government on Sunday.

That marked the third month of double-digit profit growth after profits had contracted for eight consecutive months, spooking investors and prompting the government to loosen monetary policy and step up infrastructure investment to boost growth last year.

Link to full story at FT.com: Chinese industrials set for profit surge.

ASPOMA launches RMB China Balanced Fund

2013/01/07

ASPOMA launches a Balanced Chinese equity and bond fund with Renminbi participation

The ASPOMA China Balanced Fund combines three very attractive asset classes in one portfolio:
– Chinese equities,
– Chinese bonds and
– the Chinese Renminbi.

The combination of these three asset classes in one portfolio allows because of their low, sometimes even negative correlation, to achieve an attractive risk profile.

Details about the new fund can be downloaded here.


Please contact us for any further information on the new fund.

China recovery gaining traction (PMI 51.5 from 50.5 in Nov)

2012/12/31

China’s manufacturing unexpectedly expanded at the fastest pace in 19 months in December, boosting optimism that a recovery in the world’s second-biggest economy is gaining traction.

The final reading of a Purchasing Managers’ Index was 51.5 in December, according to a statement  from HSBC Holdings Plc and Markit Economics today. That compares with the 50.9 preliminary reading on Dec. 14 and a final 50.5 in November. A level above 50 indicates expansion.

China’s economy may have rebounded after a seven-quarter slowdown as the government increased spending on infrastructure and accelerated investment-project approvals. The pickup may smooth the ruling Communist Party’s once-a-decade transition to a new generation of leaders headed by Xi Jinping, who took office as general secretary in November.

“Momentum is likely to be sustained in the coming months when infrastructure construction runs into full speed andproperty market conditions stabilize,” Qu Hongbin, chief China economist at HSBC in Hong Kong, said in the statement.

Manufacturing output and purchasing accelerated this month, even as new export orders showed a “slight fall” on weak demand in Europe, Japan and the U.S., HSBC said.

The median forecast of 14 economists surveyed by Bloomberg News was for a final reading of 50.9.

A separate, government-backed purchasing managers’ index probably rose to 51 in December from 50.6 the previous month, according to the median estimate in a Bloomberg News survey of 25 economists ahead of the report due tomorrow. That would be the highest reading in eight months.

Chinese industrial profits begin to recover

2012/11/27

According to data from the National Bureau of Statistics, profits for all larger industrial firms were up 0.5% YoY for the first ten months of the year, the first time in positive territory (YTD, YoY) since December 2011 (+25%).  While +0.5% is far from impressive, it does come on top of a tough base, as profits were up 25% during the first ten months of last year.

The numbers for October look a bit better, with overall industrial profits up 20.6% YoY for the month, after rising 7.8% YoY in September, the first month in positive territory since March (+4.5%).

Profits at privately-owned industrial firms – – the largest share of firms – – rose 26.9% YoY in October, up from 18.9% in September and 9.4% in May.  For the first ten months of the year, profits at private industrials were up 17%, following three months of roughly 15% growth (YTD).  And the YTD figure comes off of a tough base, with profits up 44% during the first ten months of last year.

State-owned enterprises also saw some improvement, with profits up 20.6% YoY in October, the first month all year in positive territory.  Year-to-date, however, SOE industrial profits are down 9.2%, compared to declines of roughly 12% during the previous three months (YTD).  SOE industrial profits were up 17% during the first ten months of 2011.

On a YoY basis, industrial profits should look significantly better from January 2013, given the soft base at that point.  Profit growth went negative YoY in January 2012 for overall industrials and SOEs, and for private firms the growth rate fell that month to 24% from 40%+ during 2011.

Link to original report: National Bureau of Statistics of China

China PMI suggests upswing is for real

2012/11/22

The HSBC flash manufacturing PMI rose a solid 0.9pt in November, thus crossing the 50 line for the first time in 13 months. Along with some quite encouraging details, the survey supports the view that the cyclical upswing in China – and by extension in the whole Asia-Pacific region – is gathering strength. The solid increase in this particular index also suggests that the upswing in China is broadening out to smaller manufacturing companies.

The rise in the HSBC flash manufacturing PMI was stronger than expected (SG 50.1, no median), and suggests that the official manufacturing PMI (due next week) is likely to record another increase from 50.2 in October.

Aside from the headline reading, there was quite a bit of encouraging detail in the report. In particular, the output
index surged 3.1pt to 51.3, the strongest level since October of last year. But arguably the most remarkable
improvement was in the new export orders index which jumped 5.7pt to 52.4, which in turn was the highest
reading in exactly two years. However, overall new orders were disappointing at 50.2, down from 51.2, suggesting that domestic activity was on the weak side in November.

Still, the overall orders index remained above 50, which is a clear improvement from late 2011 and most of this year. And, if exports pick up, the domestic economy is likely to follow suit.

Employment strengthened as well, up 0.6pt to 49.2 – taken literally, this suggests that employment in the
manufacturing sector is still declining, but at the slowest pace since February of this year. Information about the state and evolution of inventories was also positive. Despite a rise in the sub-index for inventories of finished goods to 49.5 from 48.4, the sub- 50 reading points to declining inventories, even though output surged.

All in all, it was an encouraging report that should further dispel fears of a hard landing and increase confidence that China, and hence Asia, is really experiencing a cyclical recovery.

 

China Industrial Output Accelerates

2012/11/09

China Industrial Output Accelerates as Inflation Eases

China’s factory output and retail sales exceeded forecasts and inflation unexpectedly cooled to the slowest pace in 33 months, signaling the government is boosting growth without driving a rebound in prices.

Industrial production rose 9.6 percent in October from a year earlier, the National Bureau of Statistics said today in Beijing. That exceeded the 9.4 percent median estimate of analysts surveyed by Bloomberg News. Retail sales growth of 14.5 percent picked up from September’s 14.2 percent. The consumer- price index increased 1.7 percent.

Read the full story via China Industrial Output Accelerates as Inflation Eases – Bloomberg.

Radio Interview on China

2012/10/30

What’s Next For China’s Economy?

The global economic downturn has caught up with China, and the world’s second largest economy is showing signs of slower growth. Weekend Edition host Rachel Martin talks with economists Michael Pettis and Andy Rothman about what’s next for China’s economy and how that might affect the U.S. and global markets.

To listen to the discussion click here.

China Shows Pickup Signs After Seven-Quarter Slowdown

2012/10/18

China’s industrial production, retail sales and fixed-asset investment accelerated in September, reducing the urgency for added stimulus to support the economy after a seven-quarter slowdown.

Gross domestic product expanded 7.4 percent in the third quarter from a year earlier, the National Bureau of Statistics said in Beijing today. That matched the median estimate in a Bloomberg News survey and compares with a previously reported 7.6 percent expansion in the second quarter. GDP rose 2.2 percent from the prior period, a four-quarter high.

Any rebound in growth may ease pressure on the Communist Party as officials begin a once-a-decade leadership transition next month. The government has paused for three months from easing monetary policy in the world’s second-biggest economy even as data showed trade, manufacturing and inflation cooled during the quarter.

Full Story can be found at Bloomberg.com:

China Shows Pickup Signs After Seven-Quarter Slowdown: Economy

via China Shows Pickup Signs After Seven-Quarter Slowdown: Bloomberg.

Yuan First Time Above 1993 Level

2012/10/11

China’s yuan rose beyond 6.28 per dollar for the first time in 19 years on speculation policy makers will act to revive economic growth and as the central bank raised the currency’s fixing by the most in seven weeks.

The yuan’s reference rate was set 0.09 percent stronger, the most since Aug. 22, to 6.3391 against the U.S. currency. China asked local authorities to spend more on public transport to ease congestion and reduce pollution, according to a statement posted on the central government’s website yesterday after a State Council meeting presided by Premier Wen Jiabao. The Chinese Communist Party will hold a congress starting Nov. 8, while a once-a-decade leadership transition is also planned.

Read full Bloomberg article: Yuan Strengthens Beyond 6.28 a Dollar for First Time Since 1993.

Bank of Japan Stimulus Program

2012/09/19

The Bank of Japan unexpectedly expanded its asset-purchase fund by 10 trillion yen ($126 billion), seeking to counter an increasing danger of contraction in the world’s third-largest economy.

The BOJ’s program, in which it buys mainly government bonds, was enlarged to 55 trillion yen in a unanimous decision by the board, the bank said in a statement in Tokyo today. A separate fund that extends credit to banks was held at 25 trillion yen.

Link to press release by Bank of  Japan

Link to Bank of Japan

Jump in Japan Machinery Orders Aids Bid to Avoid Contraction – Bloomberg

2012/09/12

Jump in Japan Machinery Orders Aids Bid to Avoid Contraction – Bloomberg.

Japan’s machinery orders rose more than forecast in July even as weakness in exports and waning subsidies for auto purchases threaten to stifle economic growth.

Orders, an indicator of capital spending, climbed 4.6 percent from the previous month, after gaining 5.6 percent in June, the Cabinet Office said today in Tokyo. The median estimate of 29 economists surveyed by Bloomberg News was for a 2 percent increase. Large orders can cause volatile results.

China Bank loans improve further in August

Bank loans rose to RMB703.9bn in August, higher than the consensus forecast of RMB600bn. Total social financing (TSF) was RMB1.24trn in August, up by 189bn from July and 167bn from August 2012. The rise in TSF was driven by increases in bank loans, corporate bond issuance, and trust loans. Stronger total social financing data indicates that access to credit has become easier. We expect credit growth to pick up further in the coming months.

China’s real estate investments picked up slightly in August

2012/09/10

The National Bureau of Statistics (NBS) announced real estate investment data for August on Sunday 9 September.
One of Beijing’s key policy adjustments has begun to gain traction, with residential property investment and starts showing significant improvement in August. This, along with a steady rise in infrastructure spending, has not yet generated the stronger industrial output needed to accelerate the pace of macroeconomic growth, but data out today raises our confidence that the modest recovery we’ve been anticipating is likely to come in the fourth quarter. There are no signs of a hard landing, and no signs of the Party initiating a serious stimulus.CPI ticked up just a fraction last month, as expected, but at 2% in August and 2.9% YTD, inflation is not a monetary policy obstacle in China. Full-year CPI is expected at about 3%.
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China/Tianjin:USD236bn industrial investments

2012/08/21

Accoridng to Bloomberg News [Aug. 21] Tianjin announced a multi-year target of 1.5 trillion yuan ($236 billion) for industrial investment, joining a similar plan by Chongqing amid local efforts that may help reverse China’s growth slowdown.

Tianjin, in northeast China, plans the investment over four years in 10 industries including petrochemicals and aerospace, according to a report today in the Communist Party’s Tianjin Daily. Chongqing, in the southwest, will boost industrial investment to 1.5 trillion yuan in the five years through 2015, the official Xinhua News Agency said yesterday.

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Investment Considerations for Japan

2012/08/14

ASPOMA’s Asia on the Ground – August 2012 edition has been published

Global investors’ sentiment towards Japan continues to be very bearish. Given the improved domestic economic environment and the rich list of high quality companies trading at historically low valuation levels ASPOMA thinks this is not justified.
In this edition of Asia on the Ground we share with you some of our latest observations about the Japanese economy, Japanese companies, share price developments and latest research.

 

ASIA on the Ground – August 2012 (PDF, 547 KB)

China: Average Price of Food in 50 Cities

The National Bureau of Statistics of China (NBSC) provides an interesting table about average food prices in China.

via Average Price of Food in 50 Cities, August 01-10, 2012.

Risks must not hide positive China trends

Over the past year China’s economy, not immune to problems in the west, has cooled. The bulk of the cooling, though, is the result of a deliberate and successful policy to curb inflation. Now, with price rises low, the authorities are easing to avoid a hard landing.

Link to the full Financial Times article:

Risks must not hide positive China trends.

Japan Post-Quake Rebound Wanes

Japan’s reconstruction-fueled rebound waned in the second quarter as consumer spending growth almost stalled and export gains diminished, increasing the chance for monetary and fiscal stimulus. [Source: Bloomberg]

via Japan Post-Quake Rebound Wanes as Spending Nears Stall: Economy – Bloomberg.

China Cuts Benchmark Rates for Second Time in Month – Bloomberg

2012/07/05

China Cuts Benchmark Rates for Second Time in Month

China cut benchmark interest rates for the second time in a month and allowed banks to offer bigger discounts on their lending costs, stepping up efforts to promote economic expansion that may be weaker than anticipated.

The one-year lending rate will fall by 31 basis points and the one-year deposit rate will drop by 25 basis points effective tomorrow, the People’s Bank of China said on its website today. Banks can offer loans of as much as 30 percent less than benchmark rates, the central bank said.

 

About the Situation of “small and micro-sized companies” in China

2012/06/15

“Underground factories”: SMiEs struggling to survive
Yuan Maofeng, Liu Yang

This is a translation of a Chinese article. The original artivle can be accessed through the follwing link: http://e.lifestyle.com.cn/digitimes/szsysd/617871.shtml

The current economic environment has turned out particularly tough for “small and micro-sized companies” (SMiEs). Many of them have eventually gone bust under huge pressures, while some others have given up their business licenses to become “underground”.

Being a member of the Chinese Communist Party for decades, Zhou Chuanhua had never imagined himself running an “underground factory” when he almost turned sixties.

December 18 2011 was a day Mr. Zhou would always remember. After reviewing his factory’s accounts which were in deep losses, he made the hard decision to cancel the business license in order to escape various taxes and fees.

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China Cuts Interest Rates for First Time Since 2008 – Bloomberg

2012/06/07

China cut borrowing costs for the first time since 2008 and loosened controls on banks’ lending and deposit rates, stepping up efforts to combat a deepening slowdown as Europe’s debt crisis threatens global growth.

via China Cuts Interest Rates for First Time Since 2008 – Bloomberg.

Fund Factsheets for May 2012 have been published

2012/06/05

The ASPOMA China Opportunities Fund monthly factsheets for May 2012 are now available for download
on the download page.

 

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Asia on the Ground – May 2012 has been published

2012/05/24

China will remain the region with the highest real growth globally. But only certain Chinese companies manage to turn this into sustainable earnings growth and value generation.

Being selective is key.

The May 2012 edition of Asia on the Ground takes Haitian, the largest manufacturer of plastic injection moulding machines by volume globally, as an example to illustrate the challenges what it means for Chinese Companies to build a sustainable world-class business.

Link to the full report:

ASIA on the Ground – May 2012  (PDF, 587 KB)

China Lowers Banks’ Reserve Requirements to Support Growth

2012/05/14

12 May 2012
China cut the amount of cash that banks must set aside as reserves for the third time in six months, pumping money into the financial system to support lending after data showed a slowdown in growth is deepening.

Reserve ratios will fall 50 basis points, effective May 18, the People’s Bank of China said on its website. The level for the nation’s largest lenders will decline to 20 percent based on previous statements.

Link to full Bloomberg article:

China Lowers Banks’ Reserve Requirements to Support Growth – Bloomberg.

April 2012 fund factsheets are published

2012/05/07

The ASPOMA China Opportunities Fund monthly factsheets for April 2012 are now available for download
on the download page.


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Asia on the Ground – April 2012 has been published

2012/04/26

Our “Asia on the Ground – April 2012” newsletter is now available for download.

In this edition we report about our latest trip to China.

During this trip we visited around 25 companies primarily in the consumer, shipping/ports, industrial, mid/downstream gas supply. The vast majority of companies suggested that they had passed the low point in Nov/ Dec/ Jan. Since then the availability of liquidity in the economy is seen to have considerably improved.
At a corporate level, companies reported about positive new order momentum, strengthening cash flows and stabilized or even gradually improving profitability levels. Most companies expect solid top line growth mostly in the low to high teens – a bit lower than in recent years – which should result in a solid growth in earnings in 2012.

Link to the full report:

ASIA on the Ground – April 2012  (PDF, 590 KB)

ASPOMA Newsletter

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Japan’s Fastest Export Growth in a Year Boosts Outlook – Bloomberg

2012/04/19

Japan reported the fastest export growth in a year and a smaller-than-expected trade deficit, aiding prospects of a sustained recovery in the world’s third- biggest economy.

Boosted by car exports to the U.S., outbound shipments rose 5.9 percent in March from a year earlier, exceeding the median estimate in a Bloomberg News survey for a 0.2 percent gain. The deficit was 82.6 billion yen ($1 billion), less than the median forecast for a 223.2 billion yen shortfall. Comparisons are distorted by the earthquake in March 2011.

Link to the full Bloomberg article

 

Bank of Japan Committed to Continuing Monetary Easing – Bloomberg

Bank of Japan Governor Masaaki Shirakawa said he’s “committed” to continuing monetary easing and the Japanese economy has “stagnated,” even as a report today showed the fastest export growth in a year.

Link to the full Bloomberg article

China’s GDP Growth Will Rebound in Second Half ….

2012/04/18

says Li Daokui, director of the Center for China in the World Economy at Tsinghua University and former adviser to the People’s Bank of China in a Bloomberg TV interview. He talks about central bank monetary policy and the country’s economic outlook.

Click here for the video

China First Quarter 2012 GDP growth at 8.1% yoy

2012/04/13

Overall Economic Development was Stable in the First Quarter of 2012.

According to the National Bureau of Statistics of China (NBS) the gross domestic product went up by 8.1% yoy (1.8 percent on quarterly bases) in the first quarter of 2012.

Click here for the full report.

Harvard’s Ferguson on China Growth

2012/04/12

Niall Ferguson, a history professor at Harvard University talks about the outlook for China’s economy in a Bloomberg TV interview. He compares the current state of the Chinese economy to South Korea in 1977.

Click here for the video

March 2012 fund factsheets are published

2012/04/03

The ASPOMA China Opportunities Fund monthly factsheets for March 2012 are now available for download
on the download page.

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Asia on the Ground – March 2012 has been published

2012/03/22

Our “Asia on the Ground – March 2012” newsletter is now available for download. In this editon we deal with the effects of manufacturing automation in China and the resulting investment implications. We find that for companies in the right sector and with the right positioning, the enhancement and automation of manufacturing is a huge opportunity and not a threat!

ASIA on the Ground – March 2012  (PDF, 590 KB)

ASPOMA Newsletter

 

China inflation: a breather for margins – FT.com

2012/03/12

China inflation: a breather for margins

Tea that has gone off the boil no longer burns the lips. One benefit of the economic slowdown in China is that inflation fell to a 20-month low in February. The question is whether weaker consumer prices will lead to some easing of fiscal and monetary policy. That would be positive for Chinese equities. Relatively cheaper inputs should boost margins.

via China inflation: a breather for margins – FT.com.

China tells banks to roll over loans

2012/02/13

China has instructed its banks to embark on a mammoth roll-over of loans to local governments, delaying the country’s reckoning with debts that have clouded its economic prospects.
 
You can find the full FT article here:  China tells banks to roll over loans – FT.com.
 

China Inflation and purchasing price index (Jan)

2012/02/10

As expected, CPI in China ticked up in January due to the lunar new year holiday. After cooling for five consecutive months, CPI rose to 4.5% in January from 4.1% in December. Food accounted for 73% of the YoY CPI rise, as food prices always jump during the holiday season, due to higher demand and winter weather. On a MoM basis, food contributed 89% of the overall CPI rise.
 
In our view this will not lead to any change in monetary or fiscal policy and do not change our view that inflation will be significantly lower this year than the 5.4% in 2011.
 
The purchasing price index (PPI) for industrial inputs and fuel rose by only 2% YoY last month, down from 3.5% in December and 11% last July. The January reading was the lowest PPI since 2009, bringing some relief for Chinese manufacturers.
 
Click here for the full release of National Bureau of Statistics of China (NBS) on
 
– Consumer Prices for January 2012

– Producer Prices for the Industrial Sector for January 2012
 

IMF: China Economic Outlook

2012/02/07

The International Monetary Fund has published an update to their economic outlook for China on February 6, 2012. Here is a short summary:
 
China’s economy is slowing, but remains a bright spot in an unpredictable global economy

  • Growth is expected to stay above 8 percent in 2012-13
  • Inflation is coming down to more comfortable levels
  • The real estate market is deflating

A storm emanating from Europe would hit China hard

  • China’s growth rate would drop abruptly if the Euro area experiences a sharp recession
  • But China has room for a countervailing fiscal response, and should use that space
  • Unlike 2009–10, any stimulus should be executed through the budget rather than the banking system

The weak global outlook reinforces the importance of rebalancing China’s economy

  • This means more private consumption and a diminishing reliance on investment
  • Financial and corporate sector reforms will be critical to achieving this economic transformation

 
Download IMF publication.

January 2012 fund factsheets are published

2012/02/03

The ASPOMA China Opportunities Fund monthly factsheets for January 2012 are now available for download
on the download page.

Please note that starting form this month we are adding a second page to the factsheet to provide more information about important market developments over the past month, comments about fund performance and portfolio changes and our market outlook.

We hope you find the extension useful.

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Leadership transition

2012/01/17

This year a transition in leadership in China’s Communist Party will take place.

These are the new faces:

This transfer of power will have little impact on the Chinese economy this year:

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China’s 2011 GDP Numbers

Today, China’s National Bureau of Statistics (NBS) released the end-of-the-year GDP figures of 2011. According to official tallies, China’s GDP grew 8.9% in the 4th Quarter, a steady but modest decline compared to 9.7% in Q1, 9.5% in Q2, and 9.1% in Q3. GDP growth for the full year was 9.2%.

You can find the press release here.

For more statistical data please visit the website of NBS.

Impressions of our latest China trip in December 2011

2012/01/03

During our December 2011 trip to China we visited Beijing, Inner Mongolia, Ningbo and Shanghai. The focus of this trip was on education, food, packaging and industrials.

 

Company and factory visits during the trip: Read all »

China’s New Megacities

2012/01/01

At the end of last year, Michiel Hulshof gave a lecture at Delft University of Technology in the Netherlands on one of the most fascinating developments of our times: the rise of the Chinese megalopolis and its consequences for China and the rest of the world.

Many people are talking about housing and urbanization in China but only a few have as much background as Mr Hulshof and Mr Roggeveen.

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Sino-Forest’s Structural Issues

2011/12/20

The Sino-Forest case can be used to illustrate many issues and potential issues with a VIE-type arrangement.

The contractual relationships themselves are, as with any VIE-type arrangement, of central importance due to the lack of any outright equity ownership in the operations. There are some potential problems with the enforceability of these contracts discussed in the Independent Commission (IC) report, which should be a cause for concern with investors.

via December « 2011 « China Finance.

Feedback on November 2011 China Trip

2011/12/15

During our November 2011 trip to China we reserved some time to get a first-hand impression of the current developments in the wider real estate sector and the consumer and services sectors.

We met among others with KWG, a Guangzhou based listed property developer, several non-listed property developers in central China’s Henan province and several building materials suppliers including Liansu, China’s biggest listed piping company. In the consumer and services sectors we had discussions with Belle International, China’s largest retailer of women shoes, and several private retailers and producers of cosmetics, baby nutrition/care products and healthcare related products. We also met with 51jobs, China’s leading recruitment services provider, to review the company’s business strategy and operations.

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